Energienetz im Berchtesgadener Land ausreichend? 

Eine Milliarde Fördermittel für Elektromobilität

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Unternehmer sollen wirtschaftlich attraktive Ladesäulen aufbauen und entsprechende Förderung bekommen. Das ist Ziel der WFG BGL als Partnerin im Projekt e- Moticon.

Berchtesgadener Land - Die Bundesregierung stellt eine Milliarde Fördermittel für den Aufbau der Elektromobilität zur Verfügung. Nun soll darüber beraten werden, wie das Geld eingesetzt werden soll.

Die Wirtschaftsförderung Berchtesgadener Land (WFG BGL) lädt Unternehmer, Gastgeber und kommunale Vertreter zur Diskussion möglicher Geschäfts- und Fördermodelle mit Experten am Montag, 9. Oktober, von 14 bis 18.30 Uhr ins Hotel Styles in Piding ein. Die Veranstaltung ist der erste Meilenstein des bis April 2019 dauernden, internationalen Projekts e-Moticon (siehe Infokasten unten) mit der WFG BGL als Projektpartnerin. Ihr Ziel ist der Aufbau wirtschaftlicher Ladelösungen für Elektromobile bei den heimischen Unternehmen. 

Elektromobilität wird künftig stark gefördert

WFG-Innovationsmanager Lars Holstein und der Klimaschutzmanager des Landkreises Berchtesgadener Land, Manuel Münch, erklären die Motivation der Wirtschaftsförderung für die Teilnahme an e-Moticon: „Moderne, nachhaltige Mobilität ist ein Grundpfeiler des Klimaschutzkonzepts des Berchtesgadener Landes. Sie trägt zum Erhalt und zur weiteren Verbesserung der Lebensqualität in unserem Wirtschaftsraum bei.“ 

Vor allem biete die Elektromobilität wirtschaftliche Chancen für Unternehmer und Kommunen. „Angebote zur Elektromobilität generieren nicht nur ein positives Image. Es gibt auch interessante Geschäftsmodelle, insbesondere weil Bund und Land in den kommenden Jahren dreistellige Millionenbudgets zur Unterstützung bereitstellen.“

Workshops zu Geschäftschancen und Förderung 

Über die Förderprogramme und wirtschaftliche Ladelösungen diskutieren interessierte Unternehmer am 9. Oktober in einem Workshop mit den Experten Dr. Guido Weißmann von Bayern Innovativ und Patrick Ansbacher von der B.A.U.M Consult GmbH. Ein zweiter Workshop richtet sich an Gastgeber und kommunale Vertreter. 

Hier geht es um Elektroladesäulen als Serviceangebot für Gäste und Bürger und die damit verbundene Förderung des Images. Geleitet wird er von Prof. Dr.-Ing. Klaus Bogenberger von der Universität der Bundeswehr München.

Energienetz im Berchtesgadener Land ausreichend? 

Drei Impulsvorträge gehen den zwei Workshops voraus. Dr. Johann Schwenk von Bayern Innovativ stellt den aktuellen Ausbauzustand der Ladeinfrastruktur vor und erläutert Fördermodelle. Martin Hanner, Bayernwerk AG, geht der Frage nach, ob das Energienetz des Berchtesgadener Landes für Ladesäulen gewappnet ist. Professor Hans-Peter Schwefel vom IT-Unternehmen Grid Data spricht über die Chancen der E-Mobilität und wirft zugleich einen ehrlichen Blick auf noch vorhandene Hürden. 

Zum Abschluss der Veranstaltung gibt Klimaschutzmanager Manuel Münch einen Ausblick auf die aktuellen und geplanten Aktivitäten zur E-Mobilität im Wirtschaftsraum Berchtesgadener Land. Anmeldungen zur Veranstaltung sind erbeten an die WFG BGL unter info@wfg-bgl.de.

Infokasten: Das Projekt e-Moticon - Sanfte Mobilität im sensiblen Alpenraum 

Das Projekt e-Moticon schafft eine transnationale Elektromobilitätsstrategie für den sensiblen Alpenraum und vernetzt Akteure und Experten miteinander. Die Wirtschaftsförderung wirkt an dieser Strategie mit und gibt Impulse und Erkenntnisse in Veranstaltungen und Einzelgesprächen an Unternehmer, Gastgeber und Kommunen weiter. Sie unterstützt an Elektromobilität Interessierte zur Förderung und zum Aufbau von öffentlich zugänglichen Ladelösungen. 

e-Moticon wird im Rahmen des Alpenraumprogramms 2014- 2020 vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ko-finanziert. Ansprechpartner bei der WFG BGL zur Vereinbarung von Einzelgesprächen sind Lars Holstein (lars.holstein@wfg-bgl.de) und Daniela Zocher (daniela.zocher@wfg-bgl.de). Unternehmer, die bereits E-Mobilitätslösungen haben, wenden sich bitte ebenfalls an die WFG BGL, damit ihre Erfahrungen weitergegeben werden und in die Strategie einfließen können.

Pressemitteilung Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land mbH

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