Pressemitteilung SPD Kreisverband BGL

Sozialraumanalyse BGL: Kein Papier für die Schublade

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Diskutierten vor den Pfingstferien über Inhalt und Zielsetzung der Sozialraumanalyse (von links nach rechts): Helmut Fürle (Stv. Landrat, Freilassing), Dr. Werner Vietze (Kreisrat, Bischofswiesen), Susanne Aigner (stv. SPD-Kreisvorsitzende, Stadträtin Laufen), Hans Metzenleitner (Sprecher SPD-Kreistagsfraktion, Bischofswiesen), Bartl Mittner (Kreisrat, Berchtesgaden), Margitta Popp (Kreisrätin, Freilassing), Georg Quentin (Kreisrat, Teisendorf)

Berchtesgadener Land - Kein Papier für die Schublade, sondern eine wichtige Grundlage für zukünftige sozialpolitische Entscheidungen: so sieht die SPD-Kreistagsfraktion die in Auftrag gegebene Sozialraumanalyse für den Landkreis.

Bei einem Treffen im Gasthaus Obermühle in Marzoll haben die sozialdemokratischen Kreisräte sich vor den Pfingstferien mit der Leistungsbeschreibung der Untersuchung beschäftigt, die einstimmig vom Kreistag in Auftrag gegeben wurde.

"Statt allgemeine Ausführungen zu vielen Themen zu machen, wird sich die Sozialraumanalyse auf wenige Schwerpunkte beschränken, die auch den von der SPD-Fraktion beantragten Prioritäten entsprechen", führte deren Sprecher Hans Metzenleitner aus. Dies sind die Bevölkerungsentwicklung, die Situation der Familien, Kinder und Jugendlichen im Landkreis, die Wohnsituation, der Bereich Arbeit, Einkommen und Arbeitslosigkeit sowie das Thema Migration und Integration. Selbstverständlich würden die von einzelnen Gemeinden bereits in Auftrag gegebenen Analysen und frühere Untersuchungen des Landkreises mit einbezogen. Von entscheidender Bedeutung sei für ihn, dass bereits jetzt vorgesehen ist, einen Katalog konkreter Maßnahmen zu erstellen und diese mit einer Einordnung der Wichtigkeit und einem Zeitplan zur Umsetzung zu versehen.

"Wir erwarten uns von einer offenen und neutralen Analyse wichtige Hinweise, in welchen Bereichen in Zukunft besondere Investitionen des Kreises, aber auch der Gemeinden erforderlich sind. Besonders wichtig war uns dabei, dass das zentrale soziale Thema Wohnen behandelt wird", ergänzte der SPD-Kreisvorsitzende und Kreisrat aus Piding Roman Niederberger. Die Laufener Stadträtin und stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Susanne Aigner bezeichnete die Entscheidung für eine Sozialraumanalyse als überfällig: "Sie bietet die Chance, die vielen Einzelentscheidungen und Projekte im Bereich der Jugendhilfe und sozialen Arbeit zu einer Gesamtstrategie zusammenzufassen und so die Bürgerinnen und Bürger besser zu unterstützen", zeigte sie sich überzeugt.

Georg Quentin, der gemeinsam mit Roman Niederberger an der Erstellung des neuen Wirtschaftsleitbildes für den Landkreis teilgenommen hatte, erinnerte daran, dass auch die heimischen Gewerbebetriebe ein wesentliches Interesse an der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und einer leistungsfähigen sozialen Infrastruktur haben: "Wenn wir Fachkräfte auf Dauer in der Region halten will, müssen wir gemeinsam für hochwertige Bildungs- und Betreuungsangebote ebenso wie für gute und bezahlbare Wohnungen sorgen", so der Teisendorfer Kreisrat.

Zum Abschluss des Treffens vereinbarten die SPD-Kreisräte, die Erstellung der Sozialraumanalyse aktiv zu begleiten und sich bei der Erarbeitung des Maßnahmenkatalogs im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern mit eigenen Vorschlägen einzubringen.

Pressemitteilung SPD Kreisverband Berchtesgadener Land

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