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Großeinsatz am Montagmorgen

Alarmstufe „B4“: Feuer auf Bauernhof bei Babensham ausgebrochen

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Millionenteure Kampfjet-Übung

Näherungswerte zeigen, was die Bundeswehr-Übung „Mountain Hornet” im BGL gekostet hat

Eurofighter Taktisches Luftwaffengeschwader 74 Gebirgsjägerbrigade 23
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Eurofighter vom Taktischen Luftwaffengeschwader 74 waren dabei.

Vier Tage lang grollte der Himmel über dem Berchtesgadener Land: Kampfflugzeuge jagten bei der multinationalen Übung „Mountain Hornet” über das Gebirge. Der mehrtägige Einsatz dürfte mehrere Millionen Euro gekostet haben, wie aus einer Flugzeitaufstellung hervorgeht, die die Bundeswehr auf Anfrage verschickte.

Landkreis Berchtesgadener Land – Die Übung „Mountain Hornet” ist „aufgrund des Geländes einzigartig” – das sagt Brigadegeneral Maik Keller, der während dieser Woche eng mit der Luftwaffe zusammenarbeitete. Auch für die Luftwaffe sei die Übung „zur Qualifikation ihrer Piloten in der Unterstützung der Kampftruppe im Gebirge eine besondere Gelegenheit”, heißt es auf Anfrage.

Rund 60 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 waren an dem Einsatz beteiligt. International wurden die Deutschen noch verstärkt. Es nahmen Soldaten aus den Vereinigten Staaten, Italien, Dänemark, der Schweiz und Österreich daran teil. 

Das Taktische Luftwaffengeschwader 33 nahm, wie es heißt, aus dem laufenden Betrieb heraus „an vier Tagen mit je zwei Tornados, bestehend aus zwei Crews mit vier Personen pro Tag teil”, so Maik Keller. Ein drittes Luftfahrzeug wurde zusätzlich als sogenannter Buddy-Buddy-Tanker eingesetzt. Er versorgt bei Bedarf mit Treibstoff.

Die Flugzeit der Tornados betrug insgesamt etwa 15 Stunden. Auch der Eurofighter war im Einsatz und beim Taktischen Luftwaffengeschwader 74 ebenfalls Teil der Übung: Aus dem regulären Flugbetrieb heraus nahm der Eurofighter mit rund acht Einsätzen pro Tag an „Mountain Hornet” teil. Die Flugzeit belief sich insgesamt auf circa 30 Stunden, teilt die Bundeswehr auf Anfrage mit. 

Knapp 90.000 Euro für eine Eurofighter-Flugstunde

Zu den Gesamtkosten der Kampfjet-Realsimulation will man sich bei der Bundeswehr und der Luftwaffe nicht äußern: „Zu den Realkosten der Flugstunden, welche speziell für die Übung Mountain Hornet und insbesondere aus dem lokalen Flugbetrieb heraus entstehen, können keine Aussagen getroffen werden”, heißt es. Diese seien rechnerisch „nicht ohne weiteres vom regulären Flugbetrieb” zu trennen.

Allerdings gibt es Näherungswerte für Flugeinsatzstunden, anhand derer die Kosten deutlich gemacht werden können. So hatte es im vorvergangenen Jahr eine Anfrage des Neuburger Ortsverband der Linken an das Ministerium der Verteidigung zum Neuburger Jagdgeschwader gegeben. In der Antwort hieß es, dass eine einzige Flugstunde des Eurofighters mit 88.086 Euro bewertet wird.

Pro Stunde benötigt der Eurofighter 3500 Liter Flugkraftstoff. Bei 30 Stunden „Mountain Hornet” beläuft sich die Summe auf 2,64 Millionen Euro. Die Kosten für eine Tornado-Flugstunde sind günstiger. Die einzelne Flugstunde wird in verschiedenen Quellen mit Kosten von über 50.000 Euro vermerkt. Bei 15 Flugstunden sind das 750.000 Euro. In Summe liegt der Wert bei über drei Millionen Euro

„Unerlässlich“ die Zusammenarbeit zu üben

Die Übung „Mountain Hornet“ wird zur Aus- und Weiterbildung des Joint Terminal Attack Controller-Personals genutzt, weiß Brigadegeneral Maik Keller. Dies ist Personal, das unter anderem die Unterstützung mit Kampfflugzeugen aus der Luft für die Kampftruppe am Boden koordiniert. Dieser Koordination komme vor dem Hintergrund möglicher Szenarien im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung eine besondere Rolle zu, sagt er. „Aus diesem Grund ist es unerlässlich, diese komplexe Zusammenarbeit kontinuierlich zu üben, insbesondere in einem schwierigen Umfeld wie dem Gebirge”, sagt Keller.

kp

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