Staatsministerin Ilse Aigner gibt den Startschuss

Berchtesgadener Land ist Vorreiter in der kommunalen Energieplanung

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Staatsministerin Aigner überreicht die Energienutzungspläne und Förderbescheide für 7 konkrete Anschlussprojekte an alle Bürgermeister der Landkreiskommunen gemeinsam mit Landrat Georg Grabner und Michaela Kaniber, MdL. V. l.: Thomas Gasser (Teisendorf), Hans Feil (Laufen), Hannes Rasp (Schönau a. Königssee), Franz Rasp (Berchtesgaden), Armin Wierer (Bayerisch Gmain), Landrat Georg Grabner, Silvester Enzinger (Anger), Staatsministerin Ilse Aigner, MdL, Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch (Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden), Josef Flatscher (Freilassing), Michaela Kaniber, MdL, Manuel Münch (Klimaschutzmanager Landkreis Berchtesgadener Land), Thomas Weber (Bischofswiesen), Hans Eschlberger (Ainring), Herbert Gschoßmann (Ramsau b. Berchtesgaden), Dr. Herbert Lackner (Bad Reichenhall), Wolfgang Simon (Schneizlreuth), Tobias Eder (ENIANO GmbH), Franz Halmich (Marktschellenberg), Bernhard Kern (Saaldorf-Surheim), Hannes Holzner (Piding)

Berchtesgadener Land -  Der Landkreis Berchtesgadener Land und alle 15 Kommunen ziehen beim Klimaschutz und der regionalen Energieversorgung an einem Strang. Der Energienutzungsplan Berchtesgadener Land setzt mit seiner Qualität und Umsetzungsnähe bayernweit neue Maßstäbe.

Wo kann vor Ort Energie eingespart werden und welche konkreten Möglichkeiten bestehen für den Ausbau erneuerbarer Energien? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, erarbeitete der Landkreis Berchtesgadener Land gemeinsam mit allen Städten, Märkten und Gemeinden mit dem Energienutzungsplan ein neues und innovatives Werkzeug zur Umsetzung der ehrgeizigen Energie- und Klimaschutzziele. 

Die Bayerische Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner ist überzeugt: „Der Energienutzungsplan Berchtesgadener Land hat Vorbildcharakter und setzt Maßstäbe für alle weiteren Pläne in Bayern.“

Nun liegen die Ergebnisse der zweijährigen intensiven Arbeit final vor. Besonders herauszuheben ist, dass bereits bei der Ergebnispräsentation der Auftakt für sieben konkrete Umsetzungsprojekte gesetzt wurde. Die bayerische Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner gab mit der Übergabe der Förderbescheide den Startschuss für die Umsetzung des Energienutzungsplanes. 

„Der Energienutzungsplan Berchtesgadener Land hat Vo rbildcharakter und setzt Maßstäbe für alle weiteren Pläne. Erstmals kamen neue, digitale Methoden bei der Erstellung zum Einsatz, mit denen Energiedaten gebäudescharf ermittelt und genutzt werden konnten“, erklärt Aigner. „Als Auftakt für die konkrete Umsetzung fördern wir insgesamt sieben Folgeprojekte, darunter die Errichtung eines interkommunalen Wärme- und Stromverbundes und die Weiterentwicklung des elektronischen Planungswerkzeugs für Energienutzungspläne. Für diese Projekte stellen wir rund 532.000 Euro zur Verfügung. Das ist bestens angelegtes Geld. Denn die Energiewende wird nur dann zum Erfolg, wenn wir sie konkret vor Ort mit Leben erfüllen – so wie das hier im Berchtesgadener Land so vorbildlich der Fall ist“, ist Aigner überzeugt.

Qualität des Energienutzungsplanes bislang einzigartig in Bayern 

Alle 15 Landkreiskommunen bekommen einen maßgeschneiderten Energienutzungsplan.

Mit dem Energienutzungsplan wurde flächendeckend für den Landkreis eingebäudescharfes Energiemodell mit Wärmekataster, Sanierungspotenzialen, Nutzungsmöglichkeiten oberflächennaher Geothermie sowie eine dachflächenscharfe Solarsimulation für die Errichtung von Photovoltaik und Solarthermieanlagen geschaffen. Darüber hinaus ist für jede Kommune ein Maßnahmenkatalog erarbeitet worden; je ein Projekt daraus wurde bereits technisch und wirtschaftlich detailliert untersucht. 

„Diese Qualität ist bislang einzigartig. Das Berchtesgadener Land arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung der gesteckten Energie- und Klimaschutzziele und setzt mit den neuen Instrumenten der kommunalen Energieplanung überregional neue Maßstäbe“, so Landrat Georg Grabner und bedankt sich zugleich bei den Bürgermeistern für die hervorragende Zusammenarbeit: „Wir ziehen hier alle gemeinsam an einen Strang. Die Unterstützung der Städte, Märkte und Gemeinden ist enorm viel wert.“ 

Der Energienutzungsplan richtet sich jedoch nicht nur an Kommunen, sondern bietet auch einen direkten Mehrwert für alle privaten Hauseigentümer und Wirtschaftsbetriebe im Landkreis. „Mit den gebäudescharfen Informationen aus dem Energienutzungsplan können wir alle Bürgerinnen und Bürger unterstützen, die eine energetische Sanierung planen oder erneuerbare Energien für das eigene Gebäude nutzen möchten“, hebt Klimaschutzmanager Manuel Münch hervor. Beispielsweise wird die kostenlose Energie-Erstberatung der Energieagentur Südostbayern im Landkreis durch die Analysen aus dem Energienutzungsplan deutlich gestärkt.

Pressebericht Landkreis Berchtesgadener Land

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