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Neues Streckennetz in der Region?

Das Ende der Berchtesgadener Land Bahn: So geht es weiter

Berchtesgadener Land Bahn stellt Betrieb ein Bayerische Regiobahn übernimmt
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Zwölf Jahre lang gehörten die rot-blau-weißen Züge zum Landschaftsbild in der Region. Ab Dezember ist damit Schluss.
  • Christina Eisenberger
    VonChristina Eisenberger
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Die Berchtesgadener Land Bahn fährt nicht mehr. Die Bayerische Regiobahn übernimmt die Strecke. Kommen jetzt Änderungen auf Bahnreisende in der Region zu?

Berchtesgadener Land - Zwölf Jahre lang befuhren die rot-blau-weißen Züge der Berchtesgadener Land Bahn den Landkreis. Jetzt ist damit Schluss. Bis einschließlich 21. November ist die Strecke zwischen Freilassing und Berchtesgaden wegen Bauarbeiten gesperrt. Ab 12. Dezember 2021 gibt die BLB das Zepter an die Bayerische RegioBahn (BRB) ab. Es sei eine konzerninterne Entscheidung gewesen, sich bei der neuen Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) nicht mehr zu bewerben, erklärt Jürgen Wrba, Teamleiter des Fahrpersonals der BLB, auf Nachfrage von BGLand24.de.

Bayerische Regiobahn übernimmt: Kaum Änderungen für Fahrgäste

„Offiziell heißt unser Netz dann Berchtesgaden - Ruhpolding, weil wir ein Jahr später auch die Strecke Traunstein - Ruhpolding übernehmen“, sagt Annette Luckner, Pressesprecherin der Bayerischen Regiobahn (BRB). Große Veränderungen wird es für die Fahrgäste nicht geben. Die BLB-Züge werden modernisiert und dürfen bleiben. Der neue Streckenbetreiber baut große Info-Monitore, mehr Gepäckablagen und neue Sitze ein.

„Der heutige Fahrplan bleibt im Wesentlichen bestehen“, erklärt Wolfgang Oeser, Pressestellenleiter der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG). In Bad Reichenhall einsteigen und in Österreich erst wieder aussteigen, bleibt möglich. Das BGL-Tages-Ticket wird weiterhin angeboten. Hinzu kommt ein neues Tagesticket der BRB.

BLB zieht 12-Jahres-Bilanz: Bauarbeiten verhageln die Statistik

Pendler und Schüler strandeten die letzten Jahre manchmal an der Bushaltestelle anstatt im Zug: Bauarbeiten bestimmten die Zugstrecke Berchtesgaden - Freilassing. Die Gleise mussten nicht nur einmal gesperrt werden. Beeinflussen konnte dies die BLB jedoch nicht.

Wrba zieht dennoch eine positive Bilanz zu den letzten zwölf Jahren Bahnbetrieb. Dieser sei „sehr stabil und pünktlich“ gewesen. Auch Oeser von der BEG ist zufrieden. Die Berchtesgadener Land Bahn hielt sich nicht mit Kaffeepausen auf. Mit Jahreswerten von mindestens 95 Prozent pünktlichen Zügen zählt die BLB laut Oeser zu den besten im bayerischen Bahnverkehr. Bei der Servicequalität war das heimische Bahnunternehmen bayernweit stets unter den Top 10 - oft auch unter den Top 5, wie Oeser erklärt.

Öffis attraktiver gestalten: Freistaat plant bayernweites E-Ticket

Nicht nur im Berchtesgadener Land werden die Weichen neu gestellt. Auch der Freistaat Bayern arbeitet an bedarfsgerechten Angeboten im bayerischen Zugverkehr, erzählt Oeser. Die bayerische Verkehrspolitik möchte Zug und Bus attraktiver gestalten. Verlässlichkeit und verständliche Tarife sollen dabei helfen. „Daher plant der Freistaat die Einführung eines Landestarifs für überregionale ÖPNV-Verbindungen“, also ein durchgängiges bayernweites E-Ticket, erklärt Oeser.

Die BEG bringt den Nahverkehr in die Region: 70 Prozent der Haltepunkte in Bayern würden sieben Tage die Woche mindestens stündlich angefahren, so Oeser. Mehr als 40 Prozent würden sogar montags bis freitags mindestens sogar im Halbstunden-Takt angefahren werden.“

Und die Bayerische Regiobahn? Die ist erst einmal bis 2036 unter Vertrag im Berchtesgadener Land.

ce

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