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Hauptverkehrsadern im BGL betroffen

Stauende in Sicht: Straßenbauamtsleiter zu laufenden Bauarbeiten und Sperren

B305 Berchtesgaden Hochwasser Staatliches Bauamt Traunstein Martin Bambach
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Martin Bambach leitet die zahlreichen Straßensanierungsarbeiten im Berchtesgadener Land. Auch an der B305 werden die letzten Hochwasserschäden repariert.

Das Staatliche Bauamt saniert zahlreiche Hauptverkehrsadern im Berchtesgadener Land. Doch warum kommt es zeitgleich zu den Straßensperren und wie lange gehen die Bauarbeiten noch? Ein Überblick:

Berchtesgadener Land - Wer derzeit in der südlichen Hälfte des Berchtesgadener Lands mit dem Auto unterwegs ist, kennt das Problem: Mehr Zeit einplanen als üblich. Ob die Ortsumfahrung um Bad Reichenhall oder die B305 bei Berchtesgaden - die zahlreichen Straßenbaustellen und Umleitungen sorgen nicht nur für längere Fahrtzeiten, sondern gehen auch Anwohnern wie Autofahrern auf die Nerven. Doch sie sind dringend notwendig.

Zahlreiche Baustellen um Berchtesgaden und Bad Reichenhall

„Umfang und Umgriff der erforderlichen Bauarbeiten lassen leider keine andere Verkehrsführung zu, ohne die ohnehin sehr kurz bemessene Bauzeit deutlich auszudehnen und damit das Gesamtverkehrsaufkommen in diesem Bereich länger zu stören“, erklärt Martin Bambach, Gebietsabteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Traunstein.

„Die Straßen fallen auseinander“, meint Straßenbauamtsleiter Christian Rehm noch im Herbst 2021. Deswegen werden etwa die Aschauerweiherstraße in Bischofswiesen, die B305 bei Berchtesgaden, die B20/21 bei Bad Reichenhall und die B304 bei Teisendorf saniert. Voll- oder zumindest Teilsperrungen sind die Folge der dringend notwendigen Maßnahmen.

Bambach erklärt gegenüber BGLand24.de die laufenden Straßenbauprojekte und deren voraussichtliche Dauer:

Ausbau St2100 Aschauerweiherstraße in Bischofswiesen

Die Aschauerweiherstraße ist seit Mitte März für den Verkehr wieder voll gesperrt. Ein Durchgangsverkehr von Bischofswiesen nach Berchtesgaden ist somit über die St2100 nicht möglich. Das wird voraussichtlich auch das gesamte Jahr so bleiben.

„Zurzeit wird der erste Bauabschnitt bis zur Einmündung Rostwald fertig gestellt. Dies war wegen des Wintereinbruchs im vergangenen Jahr nicht mehr ganz zu schaffen“, so Bambach, „Gleichzeitig beginnen die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt, die den Bau des neuen Kreisverkehrsplatzes an der Einmündung Rostwald und den Ausbau der Staatsstraße zwischen diesem neuen Kreisverkehr und der Einmündung zum Aschauerweiher nach sich ziehen. Dieser zweite Bauabschnitt soll bis Ende Juni fertig gestellt sein.“

Unmittelbar danach starten die Bauarbeiten für den dritten Abschnitt. Dieser „Bauabschnitt beinhaltet mehrere Herausforderungen in bautechnischer Hinsicht, zum einen den Bau der Wanderweg- und Loipenunterführung, den Bau der Amphibienschutzeinrichtungen, die Stützwände im Straßeneinschnitt sowie die Erneuerung der Erdgasleitung durch den Energieversorger.“

Bambach rechnet nicht mit einem Ende der Bauarbeiten vor dem kommenden Winter, „ein anspruchsvolles Ziel bleibt es dennoch“.

Nach Hochwasserschäden: Erneuerung der Stützbauwerke an der B305

Die Wassermassen der Ramsauer Ache haben beim Hochwasser im Juli 2021 die B305 unterspült und massiv beschädigt. Seit Mitte März werden die Stützbauwerke erneuert und die Straße zwischen dem Gmundberg und dem Bahnhof in Berchtesgaden wieder instand gesetzt. Verkehrsführung und Umleitungen sind hier nötig. Die Straße ist nur in eine Richtung befahrbar. Fußgänger- und Radfahrverkehr ist nicht möglich.

„Wir arbeiten zurzeit mit hohem Einsatz an einer Lösung, die Fußgänger von den Gästehäusern Achental und Alpina über das Bahngelände verkehrssicher zum Bahnhof zu führen. Dabei sind naturschutzfachliche Belange zu überwinden, die noch Zeit in Anspruch nehmen. Bis zur Abstimmung mit der Naturschutzbehörde sind die Fußgänger auf die Nutzung des ÖPNV angewiesen“, so Bambach.

Auch mit regionalen Busunternehmen erarbeite man derzeit Lösungen, um den Fußgängern mit einer Verdichtung der Linienbusse weiter entgegenzukommen. „Hier ermitteln wir vor allem für die Soldaten aus der Gebirgsjägerkaserne und für die Nutzer der Jugendherberge entsprechende Möglichkeiten der Verbesserung. Die Einbahnregelung soll aus heutiger Sicht bis zur Fertigstellung der Bohrpfahlwand bestehen bleiben.“

Voraussichtlich ab August ist dann wieder ein zweispuriger Verkehr möglich. Auch Radfahrer können dann beide Richtungen wieder nutzen. Für die Fußgänger wird es weiterhin „leider keine Lösung unmittelbar durch die Baustelle geben“.

Zwei Wochen Vollsperre auf der B304 zwischen Teisendorf und Hörafing

Auf der B304 werden voraussichtlich noch vor der Jahresmitte zwischen der Einmündung der St2103 bei Teisendorf und der Einmündung bei Hörafing Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, erklärt Bambach. „Die Arbeiten schließen sich an die im Jahr 2020 bereits durchgeführten Deckenbauarbeiten auf der Umfahrung von Teisendorf an. Hier wird die Asphaltdeckschicht abgefräst, durch eine Tragschichtverstärkung ergänzt und abschließend mit einer neuen Asphaltdeckschicht versehen.“

Den genauen Zeitraum der zweiwöchigen Vollsperrung gibt das Staatliche Bauamt noch bekannt. „Nachdem der Streckenabschnitt als Bedarfsumleitung der Autobahn A8 ausgewiesen ist, darf hier eine Vollsperrung lediglich außerhalb der Hauptreisezeit erfolgen, die etwa zwischen Ende Juni und Mitte September festgelegt wird“, so Bambach.

Brückenbauarbeiten Umfahrung Bad Reichenhall

Seit Ende März laufen auch auf der B20/21 bei Bad Reichenhall wieder die Brückenbauarbeiten. Diese seien „dringend notwendig“, heißt es von Angela Schalin aus dem Büro des Oberbürgermeisters . Die Bundesstraße ist dabei halbseitig gesperrt. Umgeleitet wird direkt durch die Kurstadt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich drei Monate. Dann soll die Brückensanierung abgeschlossen sein.

Bis dahin ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens die Belastung besonders für die Anwohner erheblich. „Gerade im Bereich der Umleitungsstrecke über die Johann-Häusl-Straße und Münchener Allee“ seien die Bewohner besonders betroffen, so Schalin. „Dabei wurde von allen Beteiligten versucht, die baustellenbedingten Belastungen für die Bevölkerung und die Verkehrsteilnehmer so gering wie irgend möglich zu halten, was angesichts der hohen Verkehrsfrequenz zugegebenermaßen nur sehr eingeschränkt zu verwirklichen ist.“

ce

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