Wiederbelebung des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises verspricht neue Impulse

Altersdurchschnitt der Hausärzte besorgniserregend

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Die Mitglieder es Arbeitskreises Gesundheit wollen neue Impulse setzenCSU-Kreisvorsitzende MdL Michaela Kaniber, Andreas Wagner, Dr. Michael Köhler, Sabine Wölfer, Dr. Ernst Mrohs, Dr. Helga Mohrmann, Annemarie Neuhofer, Dr. Jörg Weiland, Dr. Reinhard Reichelt, Richard Graßl, stellvertr. CSU-Kreisvorsitzender

Landkreis - Der CSU Kreisverband hat einen gesundheitspolitischen Arbeitskreis gegründet. Und es wurden bereits Probleme in der Region angesprochen:

Gleichgültig ob in einem Notfall oder für eine Routineuntersuchung – eine hervorragende und gut vernetzte medizinische Versorgung ist für eine Region wie das Berchtesgadener Land eine essentielle Aufgabe. Dieser Herausforderung stellen sich ab sofort die Mitglieder des neu gegründeten gesundheitspolitischen Arbeitskreises im Landkreis Berchtesgadener Land. Nachdem dieser Arbeitskreis in den letzten Jahren ruhte, trafen sich nun tatkräftige Mitglieder für die Wiederbelebung des Kreisverbandes. Eine neue Vorstandschaft konnte gebildet werden und zeigt sich gut aufgestellt für die nächsten Jahre.

Derzeitige Probleme in der Region

In ihrem Grußwort ging die CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber auf die derzeitigen Probleme in der Region ein. "Vor dem Hintergrund des voranschreitenden Hausärztemangels bin ich froh, dass sich so kompetente und erfahrende Persönlichkeiten gefunden haben und unseren gesundheitspolitischen Arbeitskreis wieder aufleben lassen." Die aktuelle Situation dürfe in keiner Weise unterschätzt werden und eine ausgezeichnete medizinische Versorgung müsse auch weiterhin im ländlichen Raum verfügbar sein, so Kaniber.

Dr. Mohrmann fordert stärkere Zusammenarbeit

In der gemeinsamen Vorstellungrunde informierten die Anwesenden nicht nur über sich selbst, sondern schilderten aus Sicht die derzeitigen Herausforderungen für die Region. So berichtete Dr. Helga Mohrmann über aktuelle Probleme der Pflegekammer und sprach sich für eine stärkere Zusammenarbeit aus, um gemeinsam etwas erreichen zu können.

Eine düsterere Prognose hatte Dr. Reinhard Reichelt im Gepäck. Der Altersdurchschnitt bei Haus- und Fachärzten im Landkreis betrage 58 Jahre und ergebe somit ein voraussehbares Problem. Hinzu komme laut Dr. Ernst Mrohs, dass derzeit zu wenige Notärzte im Landkreis vorhanden seien und deshalb schon jetzt Lücken in der Versorgung bestünden. Die Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssten bei der stetig wachsenden Anzahl an Ärztinnen optimiert werden, befand Andreas Wagner.

Exzellente medizinische Versorgung

Nichtsdestotrotz wurde deutlich, dass derzeit im Berchtesgadener Land eine exzellente medizinische Versorgung vorhanden ist, aber noch Verbesserungspotenziale bestehen. Sabine Wölfer und Dr. Michael Köhler waren sich in dieser Angelegenheit einig, dass eine stärkere Vernetzung der Region förderlich für die Menschen sei. Für Dr. Jörg Weiland ist besonders die mangelhafte Bewerbung des medizinischen Angebots ein Dorn im Auge. Er mache sich für eindeutige Signale und neue Strukturen stark.

Im Anschluss konnte die Neuwahl des Kreisvorstandes abgehalten und Dr. Helga Mohrmann als neue Kreisvorsitzende bestätigt werden. Als ihre Stellvertreter wurden Dr. Jörg Weiland, Sabine Wölfer und Dr. Mrohs gewählt. Der Vorstandschaft gehören außerdem Dr. Wolfgang Krämer und Dr. Michael Köhler als Beisitzer und Andreas Wagner als Schatzmeister an.Unter der Führung von Dr. Mohrmann sollen in den nächsten Sitzungen künftige Ziele des Arbeitskreises erarbeitet und Schwerpunkte gesetzt werden.

Pressemitteilung CSU Kreisverband Berchtesgadener Land

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