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Kreisumweltausschuss in Bad Reichenhall

Absage an Grünen-Antrag, dafür grünes Licht für PV-Anlagen

Strom erzeugen anders denken. Das wünscht sich die Grünen-Fraktion in einem Antrag an Landrat Bernhard Kern. Sie bekommt ein Nein - derzeit. Anders sieht es für mehrere Schulen im Berchtesgadener Land aus.

Bad Reichenhall - Photovoltaik-Anlagen an Zäunen, Lärmschutzwänden und Ähnlichem - das wünscht sich die Grünen-Fraktion im Landkreis. Man müsse den Ausbau der erneuerbaren Energie massiv beschleunigen, heißt es in dem Antrag an Landrat Bernhard Kern (CSU). „Konfliktarme Flächen“ hätten dafür viel Potenzial. Man könne sie schnell mit PV-Anlagen bebauen.

Aufwand zu groß: Grünen-Antrag zu PV-Anlagen an Lärmwänden abgelehnt

Der Antrag der Grünen: Die Landkreisverwaltung soll geeignete Flächen finden, prüfen und anschließend die Umsetzbarkeit zusammen mit den Kommunen und dem Staatlichen Bauamt diskutieren. Außerdem soll bei der Planung von neuen Begrenzungskonstruktionen, also etwa Lärmschutzwänden, die Installation einer PV-Anlage gleich mit geprüft werden.

Dass erneuerbare Energien ausgebaut werden müssen, ist man sich scheinbar einig. Vom Ausschuss gibt es am Mittwoch (16. Februar) dennoch eine Absage. Der Grund ist schnell erklärt: Der Stromertrag ist gering, doch der Aufwand, nachträglich PV-Anlagen auf bestehenden Bauten zu installieren ist sehr hoch. Manuel Münch Leiter der Stabsstelle Landkreisentwicklung erklärt es an einem Vergleich: Das theoretische Potenzial an Lärmschutzeinrichtungen entlang der Straßen im Landkreis wird auf 360 Kilowatt-Peak Leistung pro Jahr geschätzt. Das realisierbare Potenzial dürfte noch geringer ausfallen.

Das ungenutzte Potenzial auf Dachflächen kreiseigener Gebäude ist hingegen bedeutend höher mit 1500 Kilowatt-Peak. Dabei wurden nur besonders geeignete Dachflächen mit hoher Sonneneinstrahlung betrachtet.

Simon Köppl (stv. Fraktionsvorsitzender, Grüne) versteht die Entscheidung der Verwaltung. Es sei viel „manueller Aufwand“ und man müsse schauen, wo man den Fokus setze. Köppl schlägt jedoch vor, künftig die Integration von PV-Anlagen bei Planungen neu gebauter Begrenzungskonstruktionen zu beschließen. Diesem Vorschlag stimmt der Ausschuss einstimmig zu.

Investition in erneuerbare Energie: PV-Anlagen auf Schulen

Besser sieht es für vier Photovoltaik-Anlagen auf kreiseigenen Gebäuden aus. Konkret geht es um die Turnhalle des Rottmayr-Gymnasiums und die Landwirtschaftsschule in Laufen, das Sonderpädagogische Förderzentrum St. Zeno in Bad Reichenhall sowie die Staatliche Realschule für Knaben in Freilassing. Die PV-Anlagen sollen noch 2022 bzw. in Freilassing 2023 installiert werden. Kostenpunkt: insgesamt rund 332.500 Euro.

Grundlage für die Entscheidung sind die Ergebnisse einer Potenzialermittlung, die Gregor Dachs von der Energieagentur Südostbayern vorgestellt hat. Insbesondere die potenziellen Anlagen beim Rottmayr-Gymnasium und der Realschule sind wegen des eigenen sehr hohen Stromverbrauchs mit einer hohen Wirtschaftlichkeit verbunden.

Der Ausschuss hat den Bau der Anlagen einstimmig beschlossen. Die endgültige Entscheidung trifft der Kreistag.

ce

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Marijan Murat (Symbolbild)

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