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Bob- und Schlittenverband Deutschland übergibt Spende

81.500 Euro für die Flut-Opfer in Berchtesgaden - auch der Sport leistet Unterstützung

Von insgesamt 81.500 Euro an die Bürgerstiftungen im Berchtesgadener Land mit (von links) Josef Frauenlob (Vorstandsvorsitzender der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost), BSD-Vorstand Thomas Schwab, Rennrodler Tobias Arlt, Landrat Bernhard Kern, Rennrodler Tobias Arlt, Alexander Resch (BSD-Leistungssport-Management) und Alexander Gehrig, Vorstandsmitglied der Sparkasse Berchtesgadener Land.
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Von insgesamt 81.500 Euro an die Bürgerstiftungen im Berchtesgadener Land mit (von links) Josef Frauenlob (Vorstandsvorsitzender der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost), BSD-Vorstand Thomas Schwab, Rennrodler Tobias Arlt, Landrat Bernhard Kern, Rennrodler Tobias Arlt, Alexander Resch (BSD-Leistungssport-Management) und Alexander Gehrig, Vorstandsmitglied der Sparkasse Berchtesgadener Land.
  • VonHans-Joachim Bittner
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Mit einer besonderen Aktion machten die Verantwortlichen des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), vor allem aber einige Sportler selbst darauf aufmerksam, dass es ihnen – anders als in zahlreichen Meldungen kolportiert – nicht in erster Linie um die zum Teil zerstörte Kunsteisbahn am Königssee geht.

Berchtesgadener Land - „Das Schicksal der Menschen nach der Flut-Katastrophe in Berchtesgaden bewegt uns viel mehr. Das ist wichtiger“, so BSD-Vorstandsvorsitzender Thomas Schwab. Darum wurde innerhalb kürzester Zeit nach den verheerenden Flutwellen und Geröll-Lawinen vom 17. Juli im Berchtesgadener Talkessel ein Spendenkonto eingerichtet, welches in erstaunlicher Art und Weise „mit Leben“ gefüllt wurde. „Die Bereitschaft, etwas für diejenigen zu geben, die viel oder sogar alles verloren haben, ist bei unseren Bürgerinnen und Bürgern großartig ausgeprägt“, freut sich Landrat Bernhard Kern.

81.500 Euro gesammelt

Nach einer zusätzlichen, höchst erfolgreichen Spenden-Radfahr-Aktion – kurzerhand von den beiden Doppelsitzer-Olympiasiegern im Rennrodeln, Tobias Wendl und Tobias Arlt, am 24. Juli, also nur sieben Tage nach den Zerstörungen initiiert – erfolgte nun die Scheckübergabe zugunsten der Opfer der Flutkatastrophe: 81.500 Euro kamen insgesamt zusammen. Jeweils 50 Prozent davon, also je 40.750 Euro gingen an die Bürgerstiftung der Sparkasse Berchtesgadener Land sowie an jene der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost.

Beide Vorstände, Alexander Gehrig und Josef Frauenlob, waren zur symbolischen Scheckübergabe ins Landratsamt nach Bad Reichenhall gekommen und versicherten, dass jeder einzelne Cent seiner Bestimmung übergeben werde. Landrat Bernhard Kern dankte den Initiatoren des BSD für die sofortige Bereitschaft, unbürokratisch zu helfen und versicherte seinerseits, die „Sportler-Familie nicht zu vergessen“. Fast täglich führe er Gespräche mit Verantwortlichen aus den Ministerien, um eine Lösung für diese „herausragende Sportstätte“ am Königssee zu finden.

Seriöse Zahlen gibt es noch nicht

BSD-Vorstand Thomas Schwab ärgern zahlreiche Artikel in den letzten Wochen bezüglich der Bahn-Reparatur beziehungsweise des geplanten und erhofften Wiederaufbaus. Darin würden zumeist noch nicht mal im Ansatz bestätigte Zahlen durch die Gazetten geistern. „Das ist alles nicht fundiert, weil letztlich überhaupt noch nichts feststeht.

Seriöse Zahlen gibt es bislang einfach nicht“, so der ehemalige Rennrodler und Bundestrainer. Die Fakten werde der deutsche Verband für den Bob-, Rodel- und Skeleton-Sport beizeiten bekanntgeben. „Wir hielten uns bislang zurück, weil wir derzeit alles ganz genau prüfen und nicht voreilig mit irgendwelchen Zahlen um uns werfen.“ Emotional hätten Thomas Schwab die Zerstörungen an der ältesten Kunsteisbahn der Welt stark bewegt.

Im Grunde wurde die außergewöhnliche Sportstätte seit ihrer Eröffnung im Februar 1969 permanent ausgebaut, jeweils auf den modernsten Stand gebracht und damit auch sicherer gemacht. Der Lohn waren unter anderem gleich vier großartige Weltmeisterschaften – zweimal Rennrodeln, zweimal Bob und Skeleton – in den letzten zehn Jahren. Zwei davon wurden kurzfristig übernommen, für zwar bereits an andere Standorte vergebene, aber letzten Endes aufgrund verschiedenster Gründe (Doping-Skandal in Russland und Corona) dann doch nicht dort durchführbare Titelkämpfe.

BDS Aktion wurde gut angenommen

Dass die BSD-Aktion so außergewöhnlich gut angenommen wurde und letztlich zum Erfolg avancierte, bewertete Thomas Schwab, der ganz genau um die Verantwortung des Spitzensports Bescheid weiß, als „absolut positives Zeichen aus dem Sport heraus und eine gute Botschaft an die Bevölkerung“. Der besondere Dank ging an die beiden Tobis, Wendl und Arlt. Aufgrund eines politischen Termins mit Dr. Peter Ramsauer an der Bahn konnten Thomas Schwab und auch Alexander Resch (BSD-Leistungssport-Management) nicht persönlich bei der Spenden-Radfahrt unter dem Motto „Einzeln sind wir stark – gemeinsam sind wir stärker“ mitstrampeln.

Sonst wären freilich noch etliche Runden mehr dabei herausgekommen“, schmunzelte Schwab zum Abschluss des Scheckübergaben-Gesprächs im Landratsamt. Allein bei dieser sportlichen Aktion am 24. Juli, bei der die teilnehmenden Athleten und der BSD pro letztlich gefahrenen Kilometer je einen Euro spendeten, kamen 26.000 Euro zusammen. „Es freut uns sehr, dass wir unsere Lobby so gut nutzen konnten, um den betroffenen Familien rasch zu helfen“, so Tobias Wendl.

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