Das Schuljahr 2018/2019 steht vor der Tür

Schulbeginn für gut 4800 Schüler im Landkreis

Berchtesgadener Land - Am 11. September beginnt für 883 Schulanfänger die Schulzeit. Das bedeutet im Vergleich zum letzten Schuljahr eine Zunahme von rund 100 Schülern.

Insgesamt besuchen an 26 öffentlichen Grund- und Mittelschulen und 1 privaten Montessori-Schule des Landkreises Berchtesgadener Land im kommenden Schuljahr 4830 Schüler den Unterricht in 232 Klassen. Das sind 131 Schüler und 7 Klassen mehr als im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt sitzen damit 20,81 Schüler in einer Klasse. (Grundschule: 21,12, Mittelschule: 20,15)


Knapp 1500 Mittelschüler

Die Ziele der bayerischen Mittelschule, Schaffung solider Kompetenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch, zielgerichtete und vorausschauende Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen und sozialpädagogischer Begleitung, sorgen für eine weitere Stabilisierung unserer Mittelschulen. Konkret bedeutet dies für das kommende Schuljahr, dass 1454 Schülerinnen und Schüler in 72 Klassen unterrichtet werden.


Eine stabile und feste Größe sind die sogenannten "M-Klassen", in denen die Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen die Mittlere Reife erwerben können. Diesen Schulzweig besuchen 386 Schülerinnen und Schüler in 18 Klassen, 116 davon werden im Juni 2019 an der Abschlussprüfung zum Erwerb des Mittleren Bildungsabschlusses teilnehmen.

Der LehrplanPLUS wird zum Schuljahr 2018/2019 an den bayerischen Mittelschulen in der 6. Jahrgangsstufe weitergeführt. Der neue Lehrplan ist kompetenzorientiert angelegt, wobei schulartspezifische Kompetenzstrukturmodelle als Grundlage dienen und Kompetenzerwartungen jeweils mit Inhalten verknüpft sind. Zudem wurden schulart- und fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsziele formuliert und die schulischen Übergänge und Anschlüsse optimiert.

Das Modell der vertieften Berufsorientierung wird auch im kommenden Schuljahr an allen Mittelschulen verstärkt durchgeführt. Der bayerische Staat stellt zusammen mit der Arbeitsagentur wieder beträchtliche Finanzmittel bereit, um bei Schülern der Mittelschule berufliche Schlüsselkompetenzen gezielt zu fördern. Diese Maßnahmen werden die Mittelschüler auch im kommenden Schuljahr bei der Lehrstellensuche entscheidend unterstützen.

Ganztagsangebote

Die Betreuungsangebote der Schulen über die Unterrichtszeit hinaus werden weiter kontinuierlich ausgebaut. Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es, neben der Weiterführung der offenen und gebundenen Ganztagsangebote der Mittelschulen, die offenen Ganztagsangebote für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1- 4 schrittweise einzuführen.

Eine Besonderheit in der hiesigen Schullandschaft ist die Stütz- und Förderklasse. Dort werden Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 4, die aufgrund gravierender Verhaltensauffälligkeiten das reguläre Schulangebot nicht wahrnehmen können, beschult. Dieses Projekt ist ein Ergebnis der Bildungsregion in unserem Landkreis, daran beteiligt sind das Staatliche Schulamt, das Amt für Kinder, Jugend und Familie, das Sonderpädagogische Zentrum St. Zeno und Startklar - Soziale Arbeit GmbH. Ziel ist es, die Kinder baldmöglichst in eine allgemeine Schule zurückzuführen.

Der Übertritt von der Grundschule an die weiterführenden Schulen ist eine wichtige Schnittstelle in der Bildungsbiographie einer Schülerin bzw. eines Schülers, die es auch im neuen Schuljahr optimal zu gestalten gilt. Erstmals wird in allen bayerischen Schulamtsbezirken aus diesem Grund die Stelle eines Koordinators eingerichtet.

Inklusion im Landkreis

Die im Schuljahr 2011/12 begonnene Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit der Zuerkennung des Schulprofils "Inklusion" an der Grundschule Freilassing wird ebenso fortgesetzt wie die im Schuljahr 2015/16 begonnene Inklusion an der Mittelschule Freilassing. Die Tandemklassen, in der die Schülerinnen und Schüler gemeinsam durch zwei Lehrkräfte - eine Lehrkraft der Grundschule/Mittelschule und eine Lehrkraft der Sonderpädagogik - unterrichtet werden, bleiben bestehen mit dem Ziel des gemeinsamen Lernens und Lebens von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung.

7406 Lehrerstunden stehen dem Staatlichen Schulamt Berchtesgadener Land zur Versorgung des Unterrichts an den Grund- und Mittelschulen zur Verfügung. Zur Förderung nicht deutsch sprechender Schüler sind davon 208 Stunden eingeplant, einschließlich der 72 Lehrerwochenstunden für die Vorkurse im Elementarbereich. Für den Aushilfsdienst stehen 533 Lehrerstunden bereit.

Die Gesamtsituation im Schulamtsbezirk Berchtesgadener Land, insbesondere die Klassengröße, die Versorgung mit Lehrkräften bzw. Lehrerstunden, kann als gut bezeichnet werden. Probleme gibt es im Bereich der Fachlehrerinnen und Fachlehrer, hier zeichnen sich Engpässe ab.

Wir hoffen und wünschen, dass das Schuljahr 2018/19 für Schüler, Lehrer und Eltern einen guten und erfolgreichen Verlauf nimmt.

Pressemitteilung Staatliches Schulamt Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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