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Ehrenamtliche spenden 2021 im Berchtesgadener Land

„Wenn jeder etwas gibt, ist auch für jeden etwas da!“ - 1868 Liter Blut gespendet

Blutspende beim BRK
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Im Jahr 2021 wurden 1868 Liter Blut für Kranke und Verletzte gespendet.

Im zweiten Corona-Pandemie-Jahr 2021 haben 3,8 Prozent der spendenfähigen Bevölkerung im Berchtesgadener Land insgesamt 1.868 Liter Blut für schwer Kranke und Unfallopfer gespendet; im ersten Corona-Jahr 2020 waren es noch 6,2 Prozent.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Berchtesgadener Land – „Leider konnten wir das trotz der Pandemie gute Ergebnis von 2020 nicht mehr erreichen, da acht Termine kurzfristig wegen Personalausfällen in den Abnahme-Teams abgesagt werden mussten und auch 60 Spender der Bundeswehr nicht mehr teilnehmen konnten“, bedauert Edi Schmid, Organisator der ehrenamtlichen Blutspende-Helfer aus den BRK-Bereitschaften.

Bei 25 Terminen (2020: 34) betreuten die Ehrenamtlichen der BRK-Bereitschaften im Landkreis 4.033 Blutspender, darunter auch 334 (2020: 481) Erstspender. „Am engagiertesten waren wieder die Blutspender aus der Großgemeinde Teisendorf mit einem 8,3 Prozent-Blutspender-Anteil in der Bevölkerung, gefolgt von den Gemeinden des südlichen Landkreises mit 5,4 Prozent und Anger mit 5,2 Prozent. Seit 2022 kommen die Abnahme-Teams nicht mehr vom Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) aus München, sondern vom Österreichischen Roten Kreuz aus Salzburg.

Schmids Auswertung der Statistik für die einzelnen Orte des Landkreises zeigt folgende Ergebnisse:

Anger:

  • 2 Termine (2020: 2)
  • 235 erfasste Spender (5,2 Prozent der spendefähigen Bevölkerung)
  • 224 Konserven (2020: 154)
  • 17 Erstspender (2020: 12)

Ainring:

  • 1 Termin (2020: 2)
  • 110 Spender (1,1 Prozent)
  • 103 Konserven (2020: 181)
  • 16 Erstspender (2020: 13)

Piding:

  • 1 Termin (2020: 2)
  • 103 Spender (1,9 Prozent)
  • 98 Konserven (2020: 120)
  • 14 Erstspender (2020: 10)

Bad Reichenhall mit Bayerisch Gmain und Schneizlreuth:

  • 6 Termine (2020: 8)
  • 714 Spender (3,1 Prozent)
  • 663 Konserven (2020: 792)
  • 73 Erstspender (2020: 142)

Freilassing mit Saaldorf-Surheim:

  • 5 Termine (2020: 6)
  • 801 Spender (3,5 Prozent)
  • 729 Konserven (2020: 671)
  • 55 Erstspender (2020: 88)

Laufen an der Salzach:
beide geplanten Termine sind ausgefallen

Teisendorf:

  • 4 Termine (2020: 5)
  • 777 Spender (8,3 Prozent)
  • 716 Konserven (2020: 818)
  • 65 Erstspender (2020: 61)

Berchtesgaden mit dem gesamten inneren Landkreis:

  • 6 Termine (2020: 7)
  • 1293 Spender (5,4 Prozent)
  • 1203 Konserven (2020: 1281)
  • 94 Erstspender (2020: 137)

Spender mit grippalen- und Erkältungs-Symptomen wie Husten, Schnupfen, Hals-, Glieder- und Kopfschmerzen und direktem Kontakt zu Corona-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen; bei den Terminen besteht durchgehend für alle Beteiligten Maskenpflicht. Wer spenden will soll unbedingt einen Personalausweis, Reisepass oder Führerschein sowie – falls vorhanden – seinen Spender-Ausweis mitbringen.

Trotz zahlreicher Versuche der Medizin und der Pharma-Industrie ist es bisher nicht gelungen, ein entsprechendes Spenderblut künstlich herzustellen. Mit jeder Blutkonserve bekommen bis zu drei Patienten wieder eine Chance auf ein Weiterleben. Laut Statistik sind rund 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Leben auf eine Blutkonserve angewiesen. 94 Prozent der Deutschen halten Blutspenden für wichtig, aber nur rund drei Prozent der Bevölkerung spenden tatsächlich ihr Blut.

Blut spenden kann jeder gesunde Erwachsene zwischen dem 18. und einen Tag vor seinem 73. Geburtstag. Die Blutgruppe O negativ gilt laut Blutspendedienst als so genanntes Notfallblut, da es jeder Patient verträgt. Die Blutgruppen A und O sind besonders wichtig, da sie am häufigsten in der Bevölkerung vorkommen und deshalb am meisten benötigt werden.

19 Prozent der Blutkonserven werden für die Behandlung von Krebspatienten eingesetzt, 16 Prozent bei Magen- und Darmerkrankungen und zwölf Prozent für Unfallopfer. Spenderblut wird auch bei Operationen und Therapie-Behandlungen, beispielsweise für Leukämie-Patienten eingesetzt. Bei jeder Blutspende können sich die Spender auch zur Knochenmark-Spende registrieren lassen.

BRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz und Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter danken besonders allen heimischen Gemeinden und Pfarrämtern, einschließlich ihrer für die „hervorragende Unterstützung“ und die meist kostenlose Überlassung ihrer Räume. „Ein großes Dankeschön vor allem auch im Namen der schwer Kranken und Unfall-Verletzten an die zahlreichen treuen Blutspender und ehrenamtlichen Helfer!“, sagt Edi Schmid.

„Es genügt schon eine Stunde für das Leben anderer Menschen zu investieren. Wenn jeder etwas gibt, ist auch für jeden etwas da!“, lautet der Leitspruch von BRK-Chefarzt Dr. Franz Leipfinger. „Blut spenden bedeutet Leben retten. Bitte helfen Sie und spenden Sie Ihr Blut bei den Terminen des örtlichen Roten Kreuzes und bringen Sie Familien-Mitglieder, Freunde und Bekannte mit, damit auch in der Zukunft die Versorgung unserer Bevölkerung mit dem notwendigen Blut gewährleistet ist“, appelliert Schmid.

Pressemitteilung des BRK Berchtesgadener Land

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