Viele Einsätze in der vergangenen Woche

Berchtesgadener Bergretter wieder gefordert

+

Landkreis Berchtesgadener Land - Mit der Wetterbesserung seit Sonntag hatten auch die heimischen Bergwachten sofort wieder mehr Arbeit.

Am Montag gegen 12.50 Uhr zog sich eine Urlauberin oberhalb des Kehlsteinhauses eine schwere Beinverletzung zu. Der Notarzt des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ und die Berchtesgadener Bergretter versorgten die Frau und transportierten sie zum Hubschrauber am Kehlsteingipfel. Sie wurde von dort aus zur Klinik geflogen. Zeitgleich erlitt am Grünstein ein Wanderer einen Herzinfarkt. Ein medizinischer Voraustrupp fuhr direkt zur Grünsteinhütte. Da eine Hubschrauberlandung an der Hütte nicht möglich ist, wurde der Notarzt des Salzburger Notarzthubschraubers „ Christophorus 6“ mit dem Rettungsfahrzeug am Parkplatz Hammerstiel abgeholt und zur Einsatzstelle transportiert. Nach notärztlicher Versorgung wurde der Mann per Fahrzeug ins Tal zum Hubschrauber gefahren und dann zur Klinik geflogen. 

Am Montag gegen 14.15 Uhr musste die Bergwacht Markschellenberg zu einem Erkrankten an der Staumauer in der Almbachklamm ausrücken. Am Montagmorgen gegen 8 Uhr musste die Bergwacht Ramsau zu einem Erkrankten zwischen Blaueishütte und Seilbahn ausrücken.

Lichtzeichen und Verletzte am Sonntag

Am Sonntagabend gegen 22 Uhr wurden per Notruf noch Lichtzeichen am Watzmann, beziehungsweise Grünstein gemeldet, wobei aber nur Bergsteiger im Abstieg waren. Am Sonntagabend gegen 17.15 Uhr zog sich eine 50-Jährige aus dem Salzburger Land eine schwere Handverletzung auf dem Weg zwischen Kühroint und Grünstein zu. Die Bergwacht Ramsau versorgte sie und brachte sie bis zur Alm, von dort aus gings per Rettungswagen zum Salzburger Unfallkrankenhaus. 

Am Sonntag gegen 14.15 Uhr mussten die Bergwacht Ramsau und der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes auf den Weg zum Wimbachschloss ausrücken, wo sich eine 71-jährige Münchnerin schwer an der Schulter verletzt hatte. Die Frau wurde notärztlich versorgt und in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert.

Verletzte aus Niedersachsen am Donnerstag

Am Donnerstag gegen 15.50 Uhr musste die Bergwacht Bad Reichenhall zu einer verletzten 53-jährigen Frau aus Niedersachsen ausrücken, die in der Weißbachschlucht am Mauthäusl ausgerutscht war und sich diverse Schürfwunden zugezogen hatte; aufgrund von Kreislaufproblemen auf dem rund 15-minütigem Rückweg stieg der Schwiegersohn zum Gasthaus auf und holte die Bergwacht zur Hilfe.

Als die Bergretter losfuhren kam die Meldung, dass die Patientin mit Ehemann und Tochter doch selbst zum Mauthäusl aufgestiegen war. Als die Einsatzkräfte eintrafen, wurde die Frau am Mauthäusl vom Bergwacht-Notarzt untersucht und dann per Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht. Fünf Bergretter waren rund eineinhalb Stunden lang gefordert.

Großaufgebot am Mittwochabend

Am Mittwochabend gegen 21.20 Uhr rückte ein Großaufgebot der Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf-Anger, die Lawinen- und Suchhundestaffel, das Team des Technikbusses und der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht zu einer Vermisstensuche am Dreisesselberg (Lattengebirge) aus, die dann ein glückliches Ende nahm. Ein wenig bergversierter Urlauber und sein fünfjähriger Sohn waren gegen 10 Uhr am Vormittag vom Bayerisch Gmainer Bergkurgarten zum Dreisesselberg aufgebrochen. Ab 11 Uhr bestand dann kein Handykontakt mehr. 

Als es um 20 Uhr langsam dunkel wurde und ein Unwetter aufzog, hatte die besorgte Ehefrau bei der Polizei Vermisstenanzeige erstattet, die dann die Bergwacht alarmierte. Nachdem das Handy des Vermissten im österreichischen Netz eingeloggt war, war eine Ortung nicht möglich. Ein telefonischer Kontakt konnte auch nicht hergestellt werden. Aufgrund der aufziehenden Gewitterfront veranlasste der Einsatzleiter eine groß angelegte Vermisstensuche, die dann aber rasch abgeblasen wurde, da kurze Zeit später endlich ein telefonischer Kontakt hergestellt werden konnte, bei dem sich ergab, dass beide wohlauf in der Nähe des Bergkurgartens im Abstieg waren. 

Zwölf Einsatzkräfte der Bergwacht Bad Reichenhall und Freilassing sowie zwei Beamte Reichenhaller Polizei waren rund eine Stunde lang gefordert.

Pressemitteilung BRK BGL

Zurück zur Übersicht: Landkreis BGL

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser