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Neue Trends für Wettbewerbsvorteile im Tourismus?

Keine Ladestation für E-Autos: „K.O.-Kriterium” für Gastgeber im Berchtesgadener Land?

Ladestationen als wichtiges Kriterium für die Wahl eines Gastgebers?
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Ladepunkte als Wettbewerbsvorteil für Gastgeber? Beim Zweckverband ist man überzeugt davon.

Was früher wohl bei der Suche einer Ferienunterkunft nicht mal ansatzweise ein Auswahlkriterium war, ist laut dem „Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden“ in Zukunft ein wichtiges Entscheidungskriterium: Ladestationen für E-Autos.

Berchtesgaden – Der Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden erachtet Ladestationen für E-Fahrzeuge zunehmend als Wettbewerbsvorteil für Vermieter. „Eine fehlende Ladeinfrastruktur kann zum K.O.-Kriterium für den Gastgeber werden”, sagt Teresa Hallinger, Abteilungsleiterin Destinationsmanagement, auf Anfrage. Das Interesse als Tourismusstandort ist daher groß, dass Gastgeber nun investieren.

Der Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden beobachte die Situation in der Region genau. „Wir geben immer wieder Hinweise und Anregungen an unsere Gastgeber weiter”, sagt Hallinger. Unter Touristikern ist man überzeugt davon, „dass eine vernünftige öffentliche Ladeinfrastruktur an Parkplätzen und Supermärkten in der Kombination von Ladestationen bei unseren Gastgebern ein wichtiger Baustein für einen erfolgreichen und nachhaltigen Tourismus in unserer Region ist”, sagt die Destinationsmanagerin.   

Derzeit nur rund anderthalb Prozent der Autos in Deutschland rein elektrisch unterwegs

Aktuell sind in Deutschland rund 1,4 Prozent der angemeldeten Fahrzeuge reine Elektrofahrzeuge. „Die Zulassungszahlen zeigen eine extreme Dynamik auf”, sagt Robert Seibold, Projektmanager Verkehr im Zweckverband. Im Juni waren laut ADAC 14,4 Prozent der Neuzulassungen Elektrofahrzeuge. „Bis 2030 soll die Anzahl der Elektrofahrzeuge gemäß Zielsetzung der Bundesregierung von derzeit rund 600.000 auf 15.000.000 steigen”, so Seibold.

Auch die Zahl der öffentlichen Ladepunkte soll deutlich nach oben schießen. Die Zielsetzung liegt bei einer Million Ladestationen in der Bundesrepublik. Aktuell sind es 56.000. „Zusätzlich gibt es dann noch Ladepunkte zu Hause, beim Arbeitgeber und natürlich bei unseren Gastgebern vor Ort”, weiß Hallinger.

E-Ladestellen sollen in Buchungsportalen hinterlegt werden

Im Zweckverband sind derzeit 1068 Gastgeber gelistet. Das entspricht nur etwa der Hälfte aller Gastgeber im Einzugsgebiet des Zweckverbandes. „Bei 44 Gastgebern ist das Merkmal E-Tankstelle hinterlegt”, sagt Teresa Hallinger. Bedeutet: 44 Vermieter haben einen Ladepunkt installiert und preisen diesen als Gastgeber an.

Deutlich zu wenige, wenn es nach den Mitarbeitern im Zweckverband geht. „Wir gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt und die Meldung im Portal noch nicht aktualisiert ist.” Erst kürzlich hatte der Zweckverband dazu aufgerufen, vorhandene Ladestationen in den Buchungsportalen einzupflegen. Mehrere Vermieter haben sich daraufhin gemeldet. 

Auch auf anderen Buchungsplattformen wie Booking.com gibt es das Merkmal „Ladestation“. „In Zukunft wird eine Ladestation an der Unterkunft unserer Meinung nach ein Wettbewerbsvorteil sein”, ist sich Hallinger sicher. Gäste, die aus Ladestationen Nutzen ziehen, könnten gezielt Unterkünfte ohne Ladepunkt bewusst aussortieren. „Eine Ladeinfrastruktur an der Unterkunft ist ein Zeichen für Qualität und Nachhaltigkeit”, findet Hallinger.

Als beratende Instanz sind die Verantwortlichen im Zweckverband drauf und dran, Vermieter dahingehend aufzuklären. Erst kürzlich hatten sie die Mitglieder auf ein aktuell laufendes Förderprogramm hingewiesen, bei dem bis zu 90 Prozent der Kosten bis maximal 1500 Euro für einen Ladepunkt gefördert werden.

kp

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