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Unterstützung im Kampf gegen Corona

Wieder zur Stelle: Gebirgsjägerbrigade 23 in der Amtshilfe stark gefordert 

Die Gebrigsjägerbrigade betreibt Amtshilfe am InnKlinikum Mühldorf.
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Die Gebrigsjägerbrigade 23 betreibt Amtshilfe am InnKlinikum Mühldorf.

Innerhalb weniger Tage ist die Zahl, der in der Amtshilfe eingesetzten Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 erheblich gestiegen. Derzeit unterstützen mehr als 1000 Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 sowie Unterstützungskräfte im Rahmen der Amtshilfe nach Artikel 35 Abs. 1 Grundgesetz in überlasteten Kliniken, Gesundheitsämtern, sowie Impfzentren und Pflegeheimen – Tendenz steigend.

Meldung im Wortlaut

Oberbayern/Schwaben - Noch Anfang November waren nur rund 100 Gebirgssoldaten innerhalb der Amtshilfe, vorwiegend in der Kontaktnachverfolgung in den Gesundheitsämtern einzelner Landratsämter, gebunden. Mittlerweile leisten mehr als 1000 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 in 47 Amtshilfegesuchen in den Bezirken Oberbayern und Schwaben Unterstützung. Hinzu kommen über 100 weitere Soldaten aus dem Bereich der Luftwaffe und der IT-Bataillone, die zur tatkräftigen Verstärkung der Gebirgsjäger herangezogen werden.

Weitere Amtshilfeanträge befinden sich im Genehmigungsverfahren, sodass in den kommenden Tagen 200 weitere Soldaten ihren Dienst innerhalb der Amtshilfe leisten werden. „Dies ist nicht nur eine logistische Herausforderung – es geht mittlerweile auch an die Substanz. Ein sehr großer Teil meines zur Verfügung stehenden Personals befindet sich mittlerweile in der Amtshilfe oder ist in Wechselschichten zur Sicherstellung der Durchhaltefähigkeit gebunden.

Daneben bereiten sich weitere rund 700 Soldaten auf den Einsatz in Mali nächstes Jahr vor beziehungsweise sind gerade erst aus dem Einsatz zurückgekehrt. Auch wenn wir natürlich gerne helfen, wenn wir gebraucht werden. Der Kernauftrag der Gebirgsjägerbrigade 23 in der Landes- und Bündnisverteidigung, der mit hohem Ausbildungsaufwand verbunden ist, kommt in der derzeitigen Situation zu kurz“, erklärt Brigadegeneral Maik Keller, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23.

Neue Aufgabenbereiche

Bisher waren die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 vor allem in Gesundheitsämtern zur Kontaktnachverfolgung sowie in Impfzentren und Pflegeheimen zur administrativen Unterstützung eingesetzt. Nun leisten rund 200 Gebirgssoldaten auch Unterstützung in überlasteten Krankenhäusern unter anderem in Mühldorf, Kempten oder auch in den Kliniken Südostbayern, mit steigender Tendenz.

„Die Zusammenarbeit mit den Hilfskräften der Bundeswehr ist super. Trotz weniger medizinischer Vorkenntnisse leisten sie sehr gute Unterstützungsarbeit, die uns wiederum entlastet. Gleichzeitig sind sie motiviert und gewillt neues dazuzulernen. Für uns sind sie eine sehr große Hilfe und verdienen ein großes Lob und Anerkennung für ihre Arbeit.“, erzählt Stefanie Bräuner, Teamleiterin in der Zentralen Notaufnahme im Inn-Klinikum Mühldorf. 

Die Soldaten aus der Gebirgsjägerbrigade 23 nehmen in den Kliniken allgemeine Stationstätigkeiten außerhalb der direkten Pflege wahr. Hierzu gehört die Verteilung von Getränken und die Abholung des Geschirrs, aber auch Betten machen, Wäsche verteilen oder das Reagieren auf die Zimmerglocke. Auch Fahrtätigkeiten gehören zur Unterstützungsleistung.

„Es ist sehr viel zu tun auf den Stationen. Die Pflegkräfte bezeichnen uns als Motivations-Booster und sind dankbar für unsere Hilfe. Sie stehen unter Volllast. Wir sind froh, das Pflegepersonal etwas entlasten zu können“, erklärt Feldwebel Felix Scheidhammer aus der 2. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231, welcher mit 15 weiteren Gebirgssoldaten im Inn-Klinikum in Mühldorf am Inn eingesetzt ist. 

Soldaten leisten regional Hilfe

Zur schnellen und effizienten Unterstützung werden die Soldaten regional eingesetzt. So leistet zum Beispiel das Gebirgsjägerbataillion 231 aus Bad Reichenhall Amtshilfe mit 75 Soldaten in den Kliniken im Landkreis Traunstein und Berchtesgadener Land. Zudem sind sie mit weiteren Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 232 in Oberbayern in verschiedenen Unterstützungsleistungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingesetzt. Auch das Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230 ist beauftragt, im Gesundheitsamt des Landratsamtes Berchtesgadener Land bei der Kontaktnachverfolgung Amtshilfe zu leisten.

Das Gebirgsjägerbataillon 233 in Mittenwald unterstützt bei der Kontaktnachverfolgung in den Landratsämtern Bad Tölz und Garmisch-Patenkirchen. Während die Gebirgsaufklärer aus Füssen unter anderem in Impfzentren und der Kontaktnachverfolgung in den Landkreisen Ost- und Oberallgäu sowie in der Stadt Kaufbeuren eingesetzt sind.

Auch die Gebirgsversorger aus Füssen leisten unter anderem mit 50 Soldaten in den Kliniken in Memmingen, Augsburg und Oberallgäu Amtshilfe und unterstützen mit nochmal so vielen Gebirgsversorgern bei der Kontaktnachverfolgung in den Landkreisen Starnberg, Unterallgäu und Augsburg sowie in der Stadt Memmingen. In Ingolstadt sind etwa 30 Gebirgspioniere im Klinikum sowie bei der Kontaktnachverfolgung eingesetzt. Darüber hinaus leisten die Ingolstädter Pioniere auch in den Gesundheitsämtern in Pfaffenhofen und Freising ihren Dienst.

Die Gebirgsjägerbrigade 23 als Leitstelle für Corona-Amtshilfe

Die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ koordiniert die Amtshilfe für die Regierungsbezirke Oberbayern und Schwaben. Hierfür wurden der Brigade Truppenteile anderer Teilstreitkräfte sowie militärischer Organisationsbereiche der Bundeswehr zur Erfüllung von Aufträgen im Zuge der Pandemie unterstellt. Die Unterstützungsleistungen für den Bereich Oberbayern und Schwaben werden im Krisenreaktionszentrum der Gebirgsjägerbrigade 23 zusammengeführt und geleitet. Entsprechend koordiniert das Krisenreaktionszentrum der Gebirgsjägerbrigade 23 derzeit 47 Amtshilfeanträge. Täglich kommen neue Anträge hinzu.

Pressemitteilung der Gebirgsjägerbrigade 23

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