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Knapp 500 Radsportler am Start

Everesting am Rossberg - Berchtesgadener Radsportszene sammelt für die Kinderkrebshilfe

Everesting am Rossberg Berchtesgadener Bicycle Association
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Über 500 Radsportler machten beim „Höhenmetersammeln“ mit.

Berchtesgaden - Für den 26. Juni hat die Berchtesgadener Bicycle Association ein Everesting-Event am Rossberg organisiert. Insgesamt nahmen über 500 Radsportler daran teil und es konnten über 10.000 Euro für die Kinderkrebshilfe gesammelt werden.

Die Meldung im Wortlaut

Am Samstag, den 26. Juni traf sich die Berchtesgadener Radsport-Community und deren Freunde zum gemeinsamen Höhenmetersammeln. Everesting - den gleichen Anstieg so lange auf und ab bis die Gesamthöhe von 8.848 Hm erreicht sind, das war das Thema. Jeder Höhenmeter zählte und so kamen weit über 10.000 Euro für die Krebshilfe zusammen.

Dass die „Szene“ in Berchtesgaden, rund um die inzwischen kultige Berchtesgadener Bicycle Association, Potential hat wurde spätestens an diesem Tag allen klar. Über 500 Radsportler aus der Region und über die Landesgrenzen hinaus folgten dem Ruf von Initiator Martin Nock. Etwas ungläubig schaute Martin Nock gegen 11 Uhr in den Anstieg Pechhäusl. Für ihn und ca. 20 andere war es bereits das fünfte Mal, dass man sich nach oben Richtung Rossfeld-Sattel schraubte.

Beim Everesting geht es den gleichen Anstieg so lange auf und ab bis eine Gesamthöhe von 8.848 Hm erreicht ist.

Auch Profis beim Everesting am Start

Seit 5 Uhr morgens waren die ersten bereits am Start. Gegen 18 Uhr sollte für die sieben finisher ein langer und harter Tag zu Ende gehen. Gegen frühen Mittag füllte sich die Straße gen Rossfeld allerdings Radfahrer um Radfahrer. Dem Ruf waren sie alle gefolgt. Aus der ganzen Region sammelten sie sich und schlugen den Weg Richtung Rossfeld ein. Selbst der Berchtesgadener Radsportprofi Anton Palzer ließ es sich nicht nehmen, vorbeizuschauen um sich auf dem Weg nach oben den Anderen anzuschließen. Auch die Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt waren am Start und machten es diesmal kraftzehrender als sonst. Es ging bergauf! Auch Kletterer Thomas Huber zeigte, dass in ihm auch ein guter Radfahrer steckt.

Mit ca. 60 Fahrern waren die Damen und Herren der Berchtesgadener Bicycle Association mit einem ganz starken Aufgebot dabei. Die SG Au war ebenfalls in Mannschaftsstärke dabei und voll engagiert. „Motivierend, wenn du denkst, du fährst alleine und auf einmal füllt sich die Straße neben dir. Nur gute Laune, tolles Wetter und vor allem ganz tolle Leute“ so ein Niederländer, der eigentlich alleine das Rossfeld besuchen wollte und auf einmal „in eine Welle“ kam. Die Berchtesgadener Kaminkehrer rund um Josef Edfelder nahmen es  an diesem Tag ebenso sportlich und sie brachten allen, das sprichwörtliche „Glück“. Alle blieben gesund und auch das Wetter zeigte sich kaiserlich.

Sieben Rennradler erreichen die volle Distanz

Am Ende des Tages absolvierten sieben Rennradler die volle Distanz. Martin Nock, Franz Rasp, Peter Sunkler, Wolfgang Bösl, Michael Wagner, Franz Angerer und Christian Lochner, waren es, die die maximale Höhe erreichten. 8848 Hm in einer Fahrzeit von ca. 12 Stunden. Sportlich gesehen, eine absolute Herausforderung. Über die Nordmaut ging es für den überwiegenden Teil nach oben. Bis zu elfmal war die Strecke von der Kreuzung Oberau bis ans Passschild zu rückzulegen um die gesamte Strecke zu absolvieren. 

Das Berchtesgadener Hofbrauhaus stiftete die Getränke und das Equipement an der Verpflegungsstelle. Dazu gabs weitere Erfrischungsgetränke von Adelholzener. Für manchen war es auch die Milch, die weiterhalf. Sie wurde von den Milchwerken Berchtesgadener Land gestiftet.

Das die Art des Fahrrades an diesem Tag sekundär war, bewies Marathon Fahrer Rainer Popp, der sich auf seinem Schotterrad gen Rossfeld begab. Einige waren auch auf dem E-bike unterwegs oder mit dem Kinderanhänger. Alles im Sinne der guten Sache. Für so manch sportlichen Autofahrer hieß es an diesem Tag am Rossfeld einen Gang runterzuschalten. 

Die Art des Rads spielte beim Everesting am Rossfeld keine Rolle.

Mehr als 10.000 Euro an Spenden

Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an Richard Wenig. Er war den ganzen Tag über für die Radfahrer da und nahm die Spenden entgegen. Bis zum 29. Juni gingen bereits 10.000 Euro an Spenden ein. Aufgrund der Vielzahl der Spender und auch der  Firmen die sich zwischenzeitlich beteiligten wird ein genauer Überblick wohl erst in ca. 3 Wochen möglich sein. Die Fahrer des Hofbrauhauses hatten bereits in der frühen Morgenstunden das „Material“ auf die Passhöhe transportiert.

„Es war heute wie am 5ten und 6ten Dezember im Markt, man hat Leute getroffen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Ein super Tag“, so meinte ein Berchtesgadener, der extra aus dem Exil angereist war. Wasti Rasp verewigte den Tag und die Impressionen mit spektakulären Drohnenaufnahmen und Fotos der Teilnehmer. Der Dank der Radsportgemeinde war ihm sicher. Auch der sportlichste Bürgermeister der Ostalpen lies es sich nicht nehmen in einer super Zeit die 8848 Hm zu absoliveren. Bereits im Vorfeld war der BBA-Fahrer mit organisatorischem Geschick engagiert, als sich die Größe der Trainingsausfahrt anbahnte.

„Der Radsport hat heute gezeigt, welches Potential er hat. Es ist schon wirklich besonders wie der Radsport in unserem Tal gewachsen ist. Es ist einfach Hammer, da ein Teil davon sein zu dürfen“ so Christian Schulz, einer der beiden Gründer der Berchtesgadener Bicycle Association. Martin Nock, der zweite im Bunde ergänzte: „Geil wars, es ist einfach ein Wahnsinnsport und ich bin sehr gerührt, dass so viele dem Ruf folgten.“ Ein herzliches Vergelt´s Gott!

Pressemitteilung Berchtesgadener Bicycle Association

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