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20 bis 30 Anzeigen pro Tag

Zweiter Lockdown: Hunderte Anzeigen stapeln sich im Landratsamt Bad Reichenhall

Im zweiten Lockdown gibt es viel zu tun für die Polizei. Im Landkreis Berchtesgadener Land gibt es täglich dutzende Anzeigen - auf dem Landratsamt stapeln sich die Bußgeldbescheide regelrecht.

Berchtesgadener Land - Nach nur zwei Tagen mit einem 7-Tage-Richtwert der Neuinfektionen unter 200 ist der Landkreis am Freitag, Stand 0 Uhr, mit 224,7 wieder deutlich nach oben geklettert und liegt damit auch weit über den Nachbarlandkreisen, übrigens auch über der benachbarten Stadt Salzburg mit einem Wert von 208. Verantwortlich dafür sind 39 positive Tests von Mittwoch auf Donnerstag, darin unter anderem ein Ausbruch in einer Einrichtung mit alleine 19 positiven Tests. Generell scheinen sich in Gemeinden mit einer geringen Einwohnerzahl soziale Kontakte nicht so gut verhindern zu lassen wie in Großstädten, wo man oft nicht einmal den Nachbarn kennt. In diesem Zusammenhang ist von BGLand24-Lesern auch die Frage aufgetaucht, ob das Landratsamt die Anzeigen der Polizei zum Beispiel gegen Maskenverweigerer überhaupt abarbeiten kann. 

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Bei unserer Recherche im Landratsamt in Bad Reichenhall zeigt sich, dass derzeit „sehr viele Anzeigen von verschiedenen Polizeidienststellen eingehen“, so eine Sprecherin des Landratsamtes nach Angaben der zuständigen Abteilung. Die Anzahl der Anzeigen sei zuweilen sehr verschieden, „aktuell sind es aber rund 20 bis 30 Anzeigen täglich“. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Verstöße gegen die nächtliche Ausgangssperre, die Kontaktbeschränkung und die allgemeine Ausgangsbeschränkung.

Rosenheim verschickt deutlich mehr Bescheide

Bis Donnerstag dieser Woche hat das Landratsamt insgesamt 224 Bußgeldbescheide verschickt, zum Vergleich: im Landkreis Rosenheim waren es bisher 1555. Dass weniger Bußgeldbescheide das Landratsamt in Bad Reichenhall verlassen, mag auch an der Personaldecke liegen, „aber im Dezember ist die Bußgeldstelle aufgestockt worden, es ergehen also künftig erheblich mehr Bußgeldbescheide“, versichert die Sprecherin des Landratsamtes BGL. Derzeit hätten sich bereits „einige hundert Anzeigen“ auf den Tischen der Sachbearbeiter gestapelt. Wenn Bußgeldbescheide ausgestellt werden, bewegt sich die Höhe der Strafen zwischen 250 und 500 Euro, in Einzelfällen habe es Einsprüche gegeben

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Polizei straft gerne am Rossfeld

Da die Bayerische Landespolizei nach Angaben österreichischer Medien besonders gerne am Rossfeld österreichische Tourengeher überprüfte und anzeigte, stellt das Landratsamt fest, dass „alle Anzeigen geahndet werden, in den vergangenen Monaten wurden mehrfach Bußgeldbescheide nach Österreich versandt, mehrere österreichische Empfänger haben bereits gezahlt“. Wenn nicht gezahlt werde, würde auch im Ausland eine Vollstreckung erfolgen.

Auch am Gipfelkreuz des Rossfeld kontrolliert die Polizei bei Tourengehern die Corona-Bestimmungen, Österreichern flattert als Erinnerung ein Bußgeldbescheid des Landratsamtes ins Haus.

Das Rossfeld ist im Grenzgebiet zwischen dem Berchtesgadener Land und dem Salzburger Bezirk Tennengau, das Gipfelkreuz ist auf deutschem Staatsgebiet, die Bayerische Polizei solle nach Berichten sowohl die Kennzeichen der parkenden Autos, als auch direkt am Gipfelkreuz kontrollieren, „wir wurden auch wegen Hinweisen aus der Bevölkerung tätig“, so ein Polizeisprecher aus Rosenheim. Dass hier Österreicher ihre Landsleute angezeigt hätten, ist wohl nicht anzunehmen. 

hud

Rubriklistenbild: © dpa/Collage

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