Zahlen und Einschätzungen aus Altötting, Mühldorf, Rosenheim und BGL

Wie viele Personen und Heime schon geimpft sind - und wie viele „Nein“ dazu sagen

Wie schnell kommen die Gesundheitsämter mit dem Impfen voran? Wie viele Pfleger und Bewohner von Heimen sind schon geimpft? Und wie viele lehnen eine Corona-Impfung ab? Wir haben Zahlen und Einschätzungen aus den Landkreisen Altötting, Mühldorf, Rosenheim und Berchtesgadener Land.

Landkreise Altötting/Mühldorf/Rosenheim/Berchtesgadener Land - Wenn auch teils schleppend, aber es geht voran: Mit Stand voriger Woche haben in den Landkreisen Altötting, Mühldorf, Rosenheim und Berchtesgadener Land insgesamt über 19.800 Personen zumindest schon ihre erste Corona-Impfung bekommen. Eines der Hauptprobleme ist für die Behörden nach wie vor an das Mittel heranzukommen: „Die Impfzahlen sind bislang durch die noch geringen Liefermengen an Impfstoff beschränkt“, heißt es beispielsweise von Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamts.


Corona-Impfzahlen aus Altötting, Mühldorf, Rosenheim und Berchtesgadener Land

Als wirksam gilt eine Corona-Impfung nachdem die Spritze 14 Tage nach einer ersten Impfung ein zweites Mal gesetzt wurde. Im Landkreis Altötting haben, Stand 4. Februar, 1687 Personen die zweite Impfung bereits erhalten, im Landkreis Mühldorf, Stand 7. Februar, 2165 und im Berchtesgadener Land, Stand 3. Februar, 1164 Personen.


Im Fokus stehen bisher die Bewohner und Angestellten von Alten- und Pflegeheimen. Im Landkreis Altötting haben bereits alle 15 Heime auch die Zweitimpfung bekommen. Am 5. Februar erhielten auch alle weiteren stationären Einrichtungen, wie betreute Wohngemeinschaften oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, schon die Zweitimpfung. Im Landkreis Mühldorf sind 14 von 21 Heimen bereits zweitgeimpft. In Stadt und Landkreis Rosenheim gelten mit Stand voriger Woche 26 von insgesamt 65 Heimen als „durchgeimpft“. Elf von 15 Einrichtungen haben, Stand vorige Woche, im Berchtesgadener Land bereits die zweite Impfung erhalten.

Einschätzungen zu „Impfverweigerern“

Bedacht werden muss genau genommen aber auch: „‘Durchgeimpft‘ ist keine Einrichtung, da manche Bewohner nicht geimpft werden wollten. Von diesen melden sich jetzt nach und nach weitere Personen zur Impfung an“, so zum Beispiel Alexandra Rothenbuchner, Pressesprecherin des Landratsamtes Berchtesgadener Land. Wie viele Bewohner oder Pfleger eine Impfung bisher verweigerten wird dort nicht erfasst. Anders im Landkreis Rosenheim: Dort zeigten sich mindestens 2004 Mitarbeiter von Heimen als impfwillig, 429 lehnten ab. Doch die Zahl sinke, wenn Kollegen mit gutem Beispiel vorweggingen: „Aus unserer Sicht bestehen keine Probleme bei der Impfbereitschaft des Personals“, so Gesundheitsamtsleiter Hierl.

Aus dem Landkreis Altötting liegen keine genauen Zahlen zu „Impfverweigerern“ in den Heimen vor. „Die grundsätzliche Impfbereitschaft in der Bevölkerung kann nur abgeschätzt werden. Bei dem Pflegepersonal in den Alten- und Pflegeheimen liegt sie bislang bei etwa 50 Prozent“, so Robert Müller vom Landratsamt Altötting. Er stellt aber auch klar: „Impfwillige Bürgerinnen und Bürger, die sich nach dem ärztlichen Aufklärungsgespräch nicht mehr impfen lassen wollten, gab es bislang nicht.“

xe

Rubriklistenbild: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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