Pressemitteilung Die Grünen Berchtesgadener Land

Grüne besichtigten Minihaus in Ainring

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Die Grünen-Delegation bei der Besichtigung des Minihauses: Landratskandidat Dr. Bartl Wimmer, Roland Müller, Kreis-und Gemeinderat Edwin Hertlein, Elisabeth König, die Bad Reichenhaller Grünen-Ortsvorsitzende Dr. Pia Heberer, die Hausbesitzer Regina Pläsken und Lasse Carstensen (von links nach rechts).

Ainring - In anderen Regionen Deutschlands "boomt" das Thema "Minihaus" schon regelrecht. Zu Festivals rund ums nachhaltige und reduzierte Leben, bei dem Minihäuser eine zentrale Rolle spielen, kommen etwa in Karlsruhe oder im niedersächsischen Wendland Tausende von Besuchern.

Und in der Gemeinde Mehlmeisel im Landkreis Bayreuth soll das bereits aus 20 Häusern bestehende Minihausdorf demnächst um fast das doppelte vergrößert werden. Im Berchtesgadener Land dagegen spielt dieses Thema noch kein große Rolle. Dabei wären Minihäuser eine Möglichkeit, um den Flächenfraß zu stoppen. Grund genug für Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. 

Bereits im April besichtigten die Kreis-Grünen das Minihaus der Pidinger Architektin Sigrid Enzinger. Nun war das Minihaus von Regina Pläsken und Lasse Carstensen im Ainringer Ortsteil Mühlreit Ziel einer Grünen-Besucherdelegation. Seit nunmehr zwei Jahren bewohnen die beiden "Pioniere" ihr Minihaus, das sie größtenteils selbst gebaut haben. Praktischerweise sind beide von Beruf Bauingenieure, was bei der Umsetzung eines solchen Projekts natürlich von Vorteil war. 

Grundlage ihres Minihauses war ein Bauwagen mit Baujahr 1984. Dieser wurde gründlich renoviert. Anschließend erfolgte der für die neue Nutzung notwendige Innenausbau. Schließlich wurde an den Bauwagen ein kleiner Turm angebaut. Die Grundfläche des neuen Minihauses beträgt 25 Quadratmeter. Die Bauzeit betrug etwa ein Jahr. Zahlreiche Freunde, Nachbarn und Bekannte halfen beim Bau. Geheizt wird mit Holz und mit Hilfe einer elektrischen Fußbodenheizung. Das Haus ist an öffentliche Ver- und Entsorgungseinrichtungen angeschlossen. Rund 30.000 Euro betrugen die Materialkosten. Wobei in den Baukosten auch die nach Fertigstellung abgehaltene Grillfeier samt Getränken enthalten ist, wie die Bauherren schmunzelnd versicherten. 

Würde man die Personalkosten in Rechnung stellen, kämen zu den Materialkosten noch rund 20.000 Euro dazu. Die Gemeinde erteilte eine vorerst auf vier Jahre befristete Baugenehmigung und hat sich nach Angaben der Hausbesitzer im Genehmigungsverfahren sehr kooperativ gezeigt. Wie die stolzen neuen Hausbesitzer, die sich ihr neues Zuhause noch mit Labrador-Mischlingshündin Layla teilen, im Gespräch mit der Grünen-Besuchsdelegation versicherten, macht das Wohnen im Minihaus viel Freude. Nachahmung ausdrücklich erwünscht.

Pressemitteilung Die Grünen Berchtesgadener Land

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