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Aktuelle Analyse und Langzeitvergleich

Abwärtstrend vorbei: In jeder zweiten BGL-Kommune steigen die Inzidenzen wieder

Nach einer langanhaltenden Talfahrt geht es mit den Corona-Infektionszahlen im Berchtesgadener Land jetzt wieder etwas hinauf - konkret betroffen ist auch die hälfte der Kommunen im Landkreis.

Landkreis Berchtesgadener Land - In den vergangenen Wochen kannten die Infektionszahlen mit dem Coronavirus im Berchtesgadener Land nur eine Richtung: nach unten. Seit etwa einer Woche hat es sich allerdings wieder umgekehrt. Um etwa 200 Punkte ist die Sieben-Tage-Inzidenz wieder auf jetzt knapp 600 gestiegen. Trotzdem liegt das Berchtesgadener Land damit noch immer unter dem bayerischen Schnitt.

Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenzen in den Kommunen im Berchtesgadener Land zur Vorwoche.

Beim Blick über die Kommunen des Landkreises ergibt sich ein zweigeteiltes Bild: In sieben steigt die Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche, in sieben sinkt sie. Höher liegt man diese Woche in Ainring, Anger, Bad Reichenhall, Bischofswiesen, Freilassing, Saaldorf-Surheim und Schneizlreuth. Vor allem Anger fällt mit einer mehr als doppelt so hohen Sieben-Tage-Inzidenz auf. Mit über 700 vermelden die höchsten Werte jedoch Bad Reichenhall, Bischofswiesen und Saaldorf-Surheim.

Corona-Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage im Berchtesgadener Land je Kommune.

Ziemlich ruhig schaut es dagegen in der Ramsau aus: Mit einer Inzidenz von 58 bzw. einer einzigen Corona-Neuinfektion im Laufe der vergangenen Woche erreicht erstmals seit Mitte Januar damit wieder eine Kommune eine zweistellige Inzidenz. Auch Marktschellenberg fällt mit zwei Neuinfektionen bzw. einer Sieben-Tage-Inzidenz von 113 positiv auf. In absoluten Zahlen wurden die meisten Neuinfektionen im Laufe der vergangenen Woche in Bad Reichenhall (139), Freilassing (87) und Bischofswiesen (52) registriert.

Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in Bad Reichenhall, Freilassing, Berchtesgaden und Laufen seit dem Jahreswechsel.

Die Zahl in einer Kommune lässt aber keinen generellen Rückschluss auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Aktuell gibt es 745 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis - gut 40 mehr als in der Vorwoche. Das entspricht 0,7 Prozent der Einwohner. Die meisten Neuinfektionen wurden zuletzt in der Alterskohorte 1961 bis 1970 registriert. Von den 22 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Covid-19-Patienten muss einer auf einer Intensivstation behandelt werden. 63,7 Prozent haben im Landkreis zumindest eine zweite Corona-Impfung bekommen. Die Zahl tritt nahezu auf der Stelle. Etwa 50 Prozent sind auch „geboostert“.

xe

Rubriklistenbild: © Redaktion BGLand24.de

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