Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ermittlungen beim BLKA laufen

Nach Cyberattacke auf Schulen im BGL - „Chaos hält sich in Grenzen“

Netzwerkkabel: Die Schulen in Berchtesgaden sind wegen eines Ransomware-Angriff auf das Medienzentrum München-Land mitbetroffen.
+
20 Schulen im Landkreis Berchtesgaden sind von einem Cyberangriff betroffen.

Im Berchtesgadener Land sind 20 Schulen durch den Cyberangriff auf das Medienzentrum München-Land betroffen. Die Ermittlungen beim BLKA laufen. So bewerten Schulamt und eine Schulleiterin die Situation im Landkreis.

Landkreis Berchtesgadener Land, Landkreis München – „Es sind ausschließlich Grund- und Mittelschulen von der Attacke betroffen“, erklärt Helmut Mayer, Schulamtsdirektor im Landkreis Berchtesgadener Land. „Aber die sind betroffen, und das ist schlimm genug“, fügt Mayer hinzu. Ein Cyberangriff auf das Medienzentrum München-Land am 20. Oktober hatte dazu geführt, dass rund 75 Schulen nicht mehr auf ihre Daten zugreifen können. Das System, das vom Schulamt genutzt wird, das Programm ASV, wird für die Datenverwaltung im Rahmen schulinterner Prozesse genutzt. Es dient der schulstatistischen Auswertung. Laut DPA-Mitteilung sei der Angriff innerhalb weniger Minuten entdeckt worden, weshalb Hoffnung bestehe, dass sensible Daten nicht in die Hände von Kriminellen gerieten. Das geforderte Lösegeld wurde nicht gezahlt.

Nach Cyber-Angriff auf Schulserver - Unterricht und Kommunikation nicht betroffen

„Der Unterricht und die Kommunikation sind von dem Angriff nicht betroffen“, so Mayer. Man könne nun keine Listen mehr einsehen, Einträge ändern oder etwas ausdrucken. In den Listen befänden sich beispielsweise die Namen von Schülern und Lehrern – aber keine Informationen über Noten oder genaue Stundenpläne. „Das Programm wird beim Medienzentrum München-Land gehostet, weshalb wir hier gar nichts genaueres wissen“, so der Schulamtsdirektor weiter. Die Sache laufe bereits zentral über das Kultusministerium. Die Ermittlungen seien inzwischen in den Händen des Bayerischen Landeskriminalamtes, wie Aldo Verbole, Kriminalkommissar am LKA, bestätigte.

Bischofswiesen hat zum Glück „doppelt gemoppelt“ - Cyber-Angriff auf Schulserver weggesteckt

„Für den Unterrichtsbetrieb gibt es keine Auswirkungen“, sagt auch Daniela Frank, Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Bischofswiesen. Das Chaos halte sich in Grenzen und auch mit der Aufklärung der Cyberattacke hätten die Schulen wenig zu tun. „Nur in der Verwaltung ist es ein bisschen schwierig. Es macht nun einfach größeren Aufwand, an bestimmte Listen zu kommen. Aber wir haben zum Glück vorgesorgt und haben die meisten Daten und Listen analog vorliegen“, so Frank. „Bei uns wird immer doppelt gemoppelt. Vielleicht ist das ein bisschen lehrertypisch. Aber so haben wir den Vorteil, dass alles sicher aufbewahrt ist, wenn wir mal etwas in analoger Form brauchen.“

Ransomware-Attacken werden in Bayern sehr häufig registriert. Erst kürzlich war die Caritas in der Diözese München-Freising betroffen. „Ein Beispiel für Ransomware ist der sog. Verschlüsselungstrojaner, auch Kryptotrojaner genannt“, so Verbole vom BLKA. „Je nach Variante verschlüsselt hierbei eine in das System eingeschleuste Schadsoftware entweder alle Dateien eines Typs wie beispielsweise Textdateien oder sogar das gesamte System. In der Regel fordern die Täter anschließend Lösegeld, meist in Form von virtuellen Währungen, um dem Opfer nach Bezahlung - möglicherweise - den Entschlüsselungscode zu übermitteln.“

Laut Bayerischem Landeskriminalamt stieg die Zahl der angezeigten Fälle im Jahr 2021 von 300 im Vorjahr auf 380. Bundesweit waren letztes Jahr 5600 Firmen betroffen. Im sogenannten Ransomware-Report 2022 waren in dem Jahr 67 Prozent der deutschen Unternehmen betroffen und mussten für die Wiederherstellung ihrer Systeme rund 1,73 Millionen Dollar zahlen.

Kommentare