Wir laden alles runter

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Hermann Obermaier stellte den Schulleitern und Lehrern die Zukunft im Unterricht vor.

Berchtesgadener Land - Die mediale Zukunft liegt im Internet. Ein Trend, den auch die Schulen nicht übersehen dürfen. Deshalb gibt es jetzt das bayerische Online-System "M3-Online".

Interessierte Schulleiterinnen und Schulleiter sowie zahlreiche Lehrkräfte aus dem gesamten Landkreis fanden sich auf Einladung des Medienzentrums Berchtesgadener Land am Mittwochnachmittag im großen Sitzungssaal des Landratsamtes ein, um sich aus erster Hand über einen neuen Service informieren zu lassen: den ab sofort möglichen Download von Medien für den Unterricht.

Nach der Begrüßung durch Schulamtsdirektor Frank Thieser stellte der neue ehrenamtliche Leiter des Medienzentrums, Hermann Obermaier, das neue Angebot vor. Kurz ging er auf den Sachstand in Sachen Onlinemedien in anderen Bundesländern ein und begründete dann die Entscheidung für das bayerische Online-Systeme „M3-Online“. Wichtig sei dabei gewesen, dass für Schulen und Gemeinden keine zusätzlich Kosten entstünden und dass für die Lehrer sowohl von zu Hause aus als auch in der Schule rund um die Uhr der Zugriff möglich sei.

Wie einfach das Herunterladen und Abspielen gelingt, zeigte der Referent am Beispiel einer Filmsequenz aus einer Online-DVD. Die Gäste konnten dabei einen ersten Eindruck von der Downloadgeschwindigkeit und der Bild- und Tonqualität der Online-Medien gewinnen. Nebenbei war bereits zu beobachten, dass durch die zwingende Abfrage der Zugangsdaten – Benutzername und Kennwort – jeglicher Zugriff auf berechtigte Nutzer beschränkt bleibt.

Im Anschluss daran beschrieb der Referent die technischen Voraussetzungen – praktisch jeder neuere PC ist geeignet – und erläuterte die Nutzungsbedingungen und das Verfahren für die Vergabe der Zugangsdaten: Zum beliebigen Download berechtigt sind alle Lehrkräfte, soweit und so lange sie einer Schule im Landkreis Berchtesgadener Land angehören. Die Zugangsdaten vergibt das Medienzentrum ausschließlich an die einzelnen Schulleitungen zur Weitergabe an die zugehörigen Lehrkräfte.

Wiederum in Echtzeit demonstrierte der Referent den Download der erforderlichen Software: eine frei verfügbare Abspielsoftware und ein kostenlos bereitgestelltes Programm, mit dem die durchwegs verschlüsselten Online-Medien decodiert werden. Nebenbei erfuhren die Besucher, dass aus lizenz- und urheberrechtlichen Gründen jeder heruntergeladene Film nach einer Verfallszeit von vier Wochen nicht mehr abspielbar ist, aber natürlich immer wieder zum Download bereit steht.

Erstaunt zeigten sich die Zuhörer darüber, dass die Abspielsoftware sogar in einer portablen Version zur Verfügung steht. Abspielsoftware und Download-Medium zusammen auf einem „Stick“ versetzen den Benutzer in die Lage, seine Filme auf jedem neueren Windows-PC ohne Installation abzuspielen. Für die Vorführung auf einer Projektionsfläche ist natürlich ein Datenprojektor - fälschlich oft „Beamer“ genannt – erforderlich. Ein für die Schule besonders geeignetes Gerät wurde zum Abschluss der Veranstaltung vorgeführt. Es verfügt nicht nur über einen eingebauten DVD-Player, sondern kann auf Grund seiner Verstärkerleistung und der integrierten Lautsprecher in großen Räumen eingesetzt werden. Auf eine laufende Verkaufsaktion für Schulen wurde hingewiesen.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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