Kunsteisbahn: Runderneuerung genehmigt

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Bad Reichenhall - Der Kreistag Berchtesgadener Land hat der Sanierung der Kunsteisbahn am Königssee zugestimmt, obwohl sie deutlich teurer wird als ursprünglich angenommen. **Video**

22 Millionen Euro hatte der Landkreis Berchtesgadener Land für die Sanierung der Kunsteisbahn am Königssee veranschlagt. Dafür hat man Gelder aus dem Konjunkturpaket II erhalten. Mit der Unterstützung durch Bund und Land blieben davon noch 10 Prozent für den Landkreis zu stemmen. Jetzt sollen aber acht Millionen Euro dazukommen.

Trotzdem hat der Kreistag der Sanierung am Montagvormittag zugestimmt. Zwar hat man nur über die Nutzung der 22 Millionen Euro diskutiert, die Baumaßnahmen aber so abgestimmt, dass weniger wichtige nachträglich finanziert werden können.

Um die Gelder aus dem Konjunkturpaket abrufen zu können, muss noch im kommenden Jahr gebaut werden. Zuerst soll die Bahn oberhalb der Zielkurve komplett abgebrochen und diese neugestaltet werden. Der größere Radius soll den Druck in der Kurve reduzieren und der neue längere Auslauf vorschriftsmäßig gestaltet werden. Gleichzeitig muss die Ammoniakleitung komplett ausgetauscht und Steinschlagschutzmaßnahmen ergriffen werden. Außerdem soll das Zielgebäude abgerissen und quer über die Bahn neu gebaut werden. Dazu kommt ein kleines Zielhaus mit einer Waage, Möglichkeiten zur Dopingkontrolle und Platz für die Sportler. All diese Maßnahmen sollen bis zur Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft im Februar 2011 erledigt sein. Sobald die Wintersaison 2011 dann vorbei ist folgen der Rodelstart und die Anschubbahn. Letztere soll an anderer Stelle neu aufgebaut werden. Dafür laufen derzeit entsprechende Grundstücksverhandlungen. Die nötigen Gelder dazu sollen aus dem Vier-Bahnen-Konzept fließen.

Die Bundesregierung unterstützt die vier Kunsteisbahnen in Deutschland finanziell im Bauunterhalt. 2011 sollen die Gelder mit Zustimmung der anderen drei Bahnen nach Berchtesgaden gehen.

Wenn alle Umbaumaßnahmen abgeschlossen sind, wäre die Bahn absolut olympiatauglich. Was sich auch positiv auf die Bewerbung Münchens um die Winterspiele 2018 auswirken könnte, erklärt Landrat Georg Grabner. Er hofft, dass dieses Argument sowohl der Bundesrepublik Deutschland als auch dem Freistaat Bayern die nötigen Mittel für die zusätzliche Finanzierung aus der Tasche ziehen könnte. Allerdings stellt er sich auf schwierige Verhandlungen ein.

red-bgl24/cz

Mehr zur Kunsteisbahn am Königssee:

Russen trainieren am Königssee

Selbstverständlich olympia-tauglich

Rubriklistenbild: © cz

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