Kunstakademie: Über 75 Prozent Stammgäste

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Ideale Arbeitsbedingungen: In der denkmalgeschützten Alten Saline stehen den Studenten der Kunstakademie derzeit fünf großzügige, helle Ateliers stehen zur Verfügung.

Bad Reichenhall - Heuer werden rund 2200 Teilnehmer bis Jahresende die Kunstakademie Bad Reichenhall besucht haben, dass sind etwa 100 mehr als im vergangenen Jahr.

Die Studenten, die aus ganz Europa ins Staatsbad anreisten, haben sich in einem der 200 angebotenen Kurse durchschnittlich fünf Tage der Kunst gewidmet. „Wenn wir weiter expandieren wollen, brauchen wir vor allem mehr Räume und mehr Personal“, sagt Akademiedirektor Rupert Fegg, der für 2011 erstmals eine Herbstakademie unter dem Motto „Reiche Zeit“ anbieten wird.

Seit ihrer Gründung vor vierzehn Jahren verzeichnet die Kunstakademie Bad Reichenhall stetig steigende Teilnehmerzahlen. Direktor Rupert Fegg, der die Einrichtung von Anfang an leitet, stellt eine einfache Rechnung auf: „75 Prozent der Studenten kommen wieder, wenn sie einmal bei uns waren. Und für die restlichen 25 Prozent die wegbleiben, kommen 30 Prozent neue Teilnehmer nach.“ Im Durchschnitt sei der Akademiebesucher zwischen 40 und 70 Jahre alt und zu 75 Prozent weiblich. „Wobei die Männer stark aufholen, ihr Anteil war zu Beginn viel geringer.“ Gut angenommen werden auch die Stipendien, die die Akademie seit ein paar Jahren an junge Leute zwischen 18 und 23 Jahren vergibt.

„Zu uns kommen ganz verschiedene Menschen, von der Mutter bis zum Akademiker ist alles vertreten und unser Ziel ist es, dass sich alle wohl fühlen und voll und ganz dem Malen, Zeichnen oder Bildhauern widmen können“, sagt der Akademiedirektor. Gerade Frauen würden oft einen großen Ehrgeiz entwickeln und eine Kunstkarriere anstreben.

„Einige unserer Studenten sind in Galerien und auf Messen vertreten, stellen in Museen aus und machen nicht selten einen Jahresumsatz zwischen 100.000 und 150.000 Euro“. Ihr Erfolg falle natürlich positiv auf die Kunstakademie zurück und spreche sich in den entsprechenden Kreisen rum. Fegg ist überzeugt, die Einrichtung, die 1996 unter der Trägerschaft der Stadt Bad Reichenhall 1996 ins Leben gerufen wurde, trägt auch zur positiven Imagebildung des Ortes bei. „Unseren Teilnehmern gefällt der gemütliche Charme der Stadt und dass alles so nah beieinander liegt. Gerne nutzen sie am Abend das Angebot der Rupertustherme, des Parkkinos und der Philharmonie.“ Das neue Sport- und Familienbad, das im kommenden Jahr eröffnet werden soll. werde sowohl von Teilnehmern als auch von Dozenten schon sehnsüchtig erwartet. „Unser Betrieb ist sehr gut aufgestellt, dass verdanken wir auch unseren Dozenten.“ Das Erfolgskonzept der Kunstakademie lässt sich mit den Worten von Rupert Fegg so beschreiben: „Bei uns unterrichten Dozenten, die als Künstler einen großen Namen haben, wie etwa Professor Markus Lüpertz. Genauso wichtig sind aber auch die weniger bekannten Dozenten, die dafür ganz hervorragende pädagogische Fähigkeiten besitzen. Die Kombination aus beiden macht’s.“

Reiche Herbstzeit 2011

Im kommenden September wird in den großen Akademieateliers in der Alten Saline erstmals eine Herbstakademie unter dem Titel „Reiche Zeit“ stattfinden. Projektleiterin Konstanze Fröhlich hat dazu ein Konzept ausgearbeitet, nach dem die Teilnehmer nicht nur den eigenen Stil weiterentwickeln, sondern auch über den Tellerrand hinausschauen sollen. Es wird in andere Kurse reingeschnuppert und mit Künstlern anderer Disziplinen –etwa der Musik oder dem Schauspiel – diskutiert. „Es ist eine Einladung Kunst zu schaffen, Kunst zu denken und zu erleben“, fasst Konstanze Fröhlich zusammen. Außerdem startet im Oktober die „Akademie für Farbmalerei“ unter Leitung von Professor Jerry Zeniuk und Stephan Fritsch. Das zweijährige Kunststudium ist eingeteilt in kompakte Kursabschnitte und bietet eine tiefgehende Ausbildung mit dem Schwerpunkt Malerei.

Personal fährt am Limit

„Mein Team und ich sind ständig bemüht, den Teilnehmern und Künstlern ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen“, erklärt Rupert Fegg das Dienstleistungsverständnis der Kunstakademie. Man vermittle Unterkünfte, reserviere Karten und Eintritte, stelle Material bereit und organisiere auch mal kleine Events. „Um diesen Level halten zu können, bräuchten wir dringend nicht nur noch mehr Räume, sondern auch mehr Personal“, deutet der Direktor für die Zukunft an.

Alle Informationen zur Kunstakademie Bad Reichenhall und zum Kursangebot 2011 gibt es unter www.badreichenhall-kunstakademie.de

Pressemeldung Kunstakademie Bad Reichenhall

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