Die Küche als unheimlicher Ort des Geschehens

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Sichtlich Spaß hatten die Jugendlichen beim Filmdreh.

Berchtesgadener Land - Jugendliche aus dem Landkreis haben sich kreativ mit dem Medium Film auseinander gesetzt und einen eigenen Kurzfilm gedreht.

Schubladen öffnen sich selbstständig, die Schneidemaschine schaltet sich wie von Geisterhand ein während plötzlich das Spülmittel den Küchenboden in eine Rutschbahn verwandelt. Und eigentlich sollte es nur ein vertrautes Abendessen werden... Diese Kurzgeschichte verfilmte eine der vier Filmgruppen während des Filmworkshops am vergangenen Wochenende in Marktschellenberg, denn 28 Jugendliche aus dem Landkreis Berchtesgadener Land waren der Einladung in ein Selbstversorgerhaus gefolgt, um sich kreativ mit dem Medium Film auseinanderzusetzen.

Alljährlich veranstaltet das Landratsamt Berchtesgadener Land - Amt für Kinder, Jugend und Familien Wochenendworkshops zur Film- und Videoarbeit für interessierte Jugendliche im Alter zwischen 16 und 26 Jahren. Der Seminarleiter und Fachberater-Medien im Bezirk Oberbayern, Herr Jack G. Hruby, hatte als Fachreferenten die Filmemacherin Maria Rilz aus München und Klemens Brysch von der Universität Zürich gewonnen, die mit den Gruppen selbstentwickelte Kurzfilmprojekte produzierten. Das professionelle Equipment – hochwertige Kameras, unterschiedliche Beleuchtungsgeräte und Schnittcomputer wurden zum größten Teil dafür eigens vom Medienzentrum München organisiert.

Unter diesen sehr guten äußeren Bedingungen entwickelten die Jugendlichen schnell eigene Ideen und lernten Möglichkeiten kennen, diese Ideen umzusetzen und Drehbücher dafür zu schreiben. Über die Aufnahme der Szenen bis hin zum Schnitt produzierte jede Gruppe abgeschlossene Kurzfilme, die in ihrer Unterschiedlichkeit der Orte und Geschehnisse nur eines gemeinsam hatten: Alle befassten sich mit alltäglichen unheimlichen und unerklärlichen Geschehnissen – sei es im Wald, in der Disco oder eben in der Küche.

Wer weiß, vielleicht war unter denjenigen, die hier im Berchtesgadener Land ihre ersten kreativen Film- und Drehversuche machten, die ein oder eine zukünftige Berühmtheit der internationalen Filmszene? Die Begeisterung dafür war jedenfalls deutlich zu spüren. Zum Ende des Wochenend-Workshops bedankten sich alle Teilnehmer bei den Fachreferenten und vor allem bei der Workshopleitung, Herrn Jack G.Hruby, für deren großes Engagement bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltung und viele der jungen Filmemacher fragten auch gleich an, ob sie denn nächstes Jahr wieder mitmachen könnten.

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