Kleines, starkes Team: BRK-Bereitschaft Ainring

Ainring - Mit einem kleinen aber starken Team aus 25 Helfern hat die BRK-Bereitschaft Ainring 2009 viel Arbeit geleistet.

ie ehrenamtlichen Rotkreuzler engagierten sich bei Sanitätsdiensten, im Sozialdienst, in der Erste-Hilfe-Ausbildung, in der Jugendarbeit, bei Einsätzen der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG), im Rettungsdienst und Krankentransport und bei Festen und Veranstaltungen anderer Organisationen und Vereine.

Jahreshauptversammlung BRK-Bereitschaft Ainring

Bereitschaftsleiterin Margret Sturm-Wiersig, ihre Stellvertreterin Alexandra Hessberger und Jugendrotkreuz-Ortsgruppenleiterin Stefanie Stockklausner berichteten auf der Jahreshauptversammlung im Mitterfeldener BRK-Haus von den vielfältigen Aufgaben der Ehrenamtlichen und zeichneten verdiente Mitglieder und Blutspender aus.

Bilanz nach einem Jahr im Amt

Nach einem Jahr im Amt zog die neue Leitung Bilanz: Aktuell gehören 35 Frauen und Männer zur Ainringer BRK-Bereitschaft, wobei ein Stamm aus 25 Helfern den Großteil der Arbeit leistet. Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rautter, Bereitschaftsleiterin Margret Sturm-Wiersig und ihre Stellvertreterin Alexandra Hessberger konnten Manuela Leppertinger und Stefan Lackner als neue Mitglieder in die Gemeinschaft aufnehmen. Andreas Schaider ist seit vielen Jahren beim Ainringer Roten Kreuz aktiv und hat nach seinem abgeschlossenen Medizinstudium nun das Amt des Bereitschaftsarztes übernommen. „Uns freut das ganz besonders, da er aus unseren eigenen Reihen stammt“, lobte Sturm-Wiersig, die vor einem Jahr zusammen mit ihren Stellvertretern Alexandra Hessberger und Mario Nath zur neuen Bereitschaftsleiterin gewählt wurde. Für langjährigen aktiven Dienst in der BRK-Bereitschaft wurden Hans Vocklinger (40 Jahre), Bernhard Wiersig (15 Jahre) und Heinrich Schnell (fünf Jahre) geehrt. Sturm-Wiersig: „Freud und Leid lagen 2009 eng beieinander: Im September heiratete unser neuer Bereitschaftsarzt Andreas Schaider; im November wurden Ehrenmitglied Rudi Wiesbacher 80 und Hans Schidlowski 70; Ehrenmitglied Josef Schirotschin musste am 10. November zu Grabe getragen werden.“

Elf Sanitätsdienste und drei SEG-Einsätze

Das gesamte Jahr über waren die Ainringer Rotkreuzler bei elf größeren Sanitätsdiensten gefordert. Ein Rettungsdiensthelfer aus Ainring leistet regelmäßig Dienst am Stellplatz in Laufen, zwei weitere befinden sich derzeit in Ausbildung und fahren am Wochenende ehrenamtlich als Praktikanten mit. 14 Sanitäter gehören im Moment zur Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG), die so ausgestattet und ausgebildet ist, dass sie unter anderem auch bei einem Großschadensereignis Verletzte, Erkrankte und Betroffene medizinisch versorgen, betreuen und registrieren kann. Die SEG rückte im März zu einem brennenden Reisebus auf die A8, im Juli zu einem Kleinkraftwerk-Brand in Ainring und im September zu einem Dachstuhlbrand in Freilassing aus. „Im Dezember konnten wir unseren altersschwachen Krankenwagen durch ein relativ günstiges aber wesentlich besser ausgestattetes Fahrzeug ersetzen, das aus dem öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst ausgesondert wurde“, erklärte Alexandra Hessberger, die sich im selben Atemzug bei der Gemeinde mit Bürgermeister Hans Eschlberger und dem Bastelkreis im Wohnstift Mozart für ihre finanzielle Unterstützung bedankte.

Intensive Aus- und Fortbildung als Rüstzeug für den Notfall

Das notwendige Rüstzeug für den aktiven Dienst bekamen die freiwilligen Sanitäter im vergangenen Jahr bei insgesamt 17 Dienstabenden theoretisch und praktisch vermittelt. Zwei Helfer absolvierten zusätzlich die Sanitätsausbildung. Für die SEG-Mitglieder fanden außerdem ein Fahrsicherheitstraining, die jährliche Flugzeugabsturz-Übung der Polizeischule Mitterfelden, eine BRK-Kontingentübung mit angenommenem Murenabgang in Inzell und eine große Übung der Feuerwehr Ainring mit einer angenommen Explosion statt. Die Rettungskette funktioniert im Ernstfall nur mit gut ausgebildeten Ersthelfern: Unter der Federführung von Ehrenkreisbereitschaftsleiter Ludwig Wetzelsberger fanden sechs Erste-Hilfe-Kurse statt; zusätzlich unterrichteten Monika Vieth und Margret Sturm-Wiersig vier Schulklassen in den Grundlagen der Ersten Hilfe.

Blutspender betreut & Selbsthilfegruppen unterstützt

Aber auch im Sozialdienst ist die BRK-Bereitschaft Ainring stark: Bei vier Terminen in Mitterfelden verköstigten und betreuten jeweils sechs Helfer die Blutspender. Mitglieder der Bereitschaft arbeiteten regelmäßig bei den monatlichen Treffen der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe mit, die von Monika Herbst geleitet wird, begleiteten als Betreuer den Behindertenausflug zum Klostergasthof Raitenhaslach und unterstützten bei Bedarf auch die MS-Selbsthilfegruppe bei ihren Treffen im BRK-Haus. Eduard Schmid vom ehrenamtlichen Blutspende-Organisationsteam der BRK-Bereitschaften zeichnete Kurt Krauss und Helmut Schmieder für jeweils über 50 ehrenamtlich geleistete Blutspenden aus.

Zwölf Kinder engagieren sich im Jugendrotkreuz

Zwölf Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren engagieren sich derzeit im Ainringer Jugendrotkreuz. „Da wir die Gruppenstunden mit realistisch geschminkten Verletzungen immer möglichst spannend und interessant gestalteten haben, verloren unsere Nachwuchsretter nach und nach ihre Scheu vor Blut und Verletzungen“, erklärte Ortsgruppenleiterin Stefanie Stockklausner, die das Jugendrotkreuz heuer mit einer Werbeaktion in der Gemeinde noch bekannter machen und neue Mitglieder gewinnen will. Mit einem abwechslungsreichen Programm war 2009 für die Kinder einiges geboten: Neben Faschings- und Weihnachtsfeiern fanden Bastelstunden, ein Ausflug zum Hochseilgarten Seeham und ein Sommerfest statt. Im Mai wurde eine vom österreichischen Zivilschutz organisierte Sicherheitsolympiade auf dem Sportplatz der Hauptschule durchgeführt, bei der 350 österreichische und bayerische Schulkinder gegeneinander antraten. Stockklausner: „Für die Kreiswettbewerbe haben wir kürzlich neue Rucksäcke bekommen.“ Während sich die Ainringer 2009 beim Kreiswettbewerb in Teisendorf noch mit dem sechsten und zweiten Platz zufrieden geben mussten, belegten sie heuer in Mitterfelden mit drei Gruppen den ersten, zweiten und sechsten Platz. „Damit fahren wir am letzten Juniwochenende nach Erding zum Bezirkswettbewerb“, freute sich Stockklausner.

Lob für unkomplizierte Zusammenarbeit

Bürgermeisterin Gabriele Noreisch, Pfarrer Anton Parzinger, Reinhard Löwe vom Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Mitterfelden, Feuerwehrkommandant Martin Waldhutter, THW-Ortsbeauftragte Sandra Huber, BRK-Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rautter und der Leiter der Jugendarbeit im BRK, Florian Ziegler lobten in ihren Grußworten das ehrenamtliche Engagement und die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Ainringer Roten Kreuz bei Einsätzen, Diensten, Fortbildungen und Übungen.

Pressemitteilung BRK Ainring

Rubriklistenbild: © BRK

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