Kein Briefgeheimnis für Soldaten?

Berlin/Bad Reichenhall - Die Post von Bundeswehr-Soldaten aus Afghanistan ist auf dem Weg nach Deutschland offenbar systematisch geöffnet worden. Auch die Post von Gebirgsjägern aus Bad Reichenhall und Bischofswiesen?

"Uns ist nichts bekannt", heißt es von Seiten der Gebirgsjägerbrigade 23. Und das Einsatzführungskommando in Potsdam erklärt: "Die Sache wird untersucht."

Was wird untersucht?

Laut Medienberichten haben sich Soldaten bei dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags, Hellmut Königshaus, beschwert, dass ihre Briefe bei den Adressaten in der Heimat teilweise mit Inhalt, aber geöffnet, teilweise auch ohne Inhalt angekommen seien.

Königshaus hat umgehend Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg informiert und Ermittlungen gefordert. Ermittlungen darüber, ob die Post von Bundeswehr-Soldaten aus Afghanistan auf dem Weg nach Deutschland tatsächlich systematisch geöffnet wurde. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte in Berlin, der Sachverhalt werde "sehr ernst" genommen. Zur Aufklärung seien umfangreiche Ermittlungen eingeleitet worden, die BGLand24 von Seiten des Einsatzführungskommandos bestätigt wurden.

Wie lange diese Ermittlungen dauern und wie viele Sendungen davon betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Offenbar sind ausschließlich Postsendungen betroffen, die aus Mazar-i Scharif in den vergangenen drei Monaten nach Deutschland gesandt worden waren. Wo und durch wen die Sendungen geöffnet worden seien, ist auch noch unklar.

Rubriklistenbild: © pa

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