2012 ist Schluss mit der AlpenKlassik

Bad Reichenhall - Das Kammermusik-Festival "AlpenKlassik" findet 2012 zum letzten Mal statt. Es soll Platz für neue Projekte geschaffen werden.

Die Würfel sind gefallen, die Kur-GmbH Bad Reichenhall / Bayerisch Gmain – als Veranstalter - gibt offiziell bekannt, dass das KammermusikFestival AlpenKlassik vom 17. bis 28. Oktober 2012 zum letzten Mal stattfinden wird. Mit gewohnt hochkarätiger Besetzung endet die AlpenKlassik mit den Zyklen „Passion – Leiden und Leidenschaft“, „Ruhe und Eruption – Wolfgang Rihm“, sowie „Philharmonischem“, Lesungen und Vorträgen.

Förderer, Sponsoren, Vereinsmitglieder, Kuratorium und Kur-GmbH haben seit 2004 mit hohem Engagement die AlpenKlassik zu einer festen Größe im Kultur-Jahresbogen der Region werden lassen. Das Ziel, mit einem überregional wirkenden Festival ein neues, anspruchsvolles Publikum für den Kurort Bad Reichenhall zu interessieren, ist Wirklichkeit geworden. So wurden aus Festival-Besuchern neue Stammgäste – sie haben das besondere Ambiente und die vielfältigen kulturellen und touristischen Angebote des Gesundheits-Ortes erlebt und kommen gerne wieder.

Überregionale Aufmerksamkeit mit AlpenKlassik im Staatsbad

Die AlpenKlassik war immer mehr als ein „Lockvogel“ für Gäste. Sie war von Anfang an ein wichtiger Höhepunkt des Jahres, sowohl unter der Intendanz von Dr. Kari Kahl-Wolfsjäger in den Anfangsjahren, als auch bis jetzt zum derzeitigen künstlerischen Leiter, Klaus Lauer. Sein Fünf-Jahresvertrag endet mit der AlpenKlassik 2012. Lauer hat das Profil der AlpenKlassik weiter geschärft, hin zu einem exquisiten Kammermusikfestival, das sich den Respekt von Musikkennern, Förderverein, Sponsoren, Kritikern und Gästen gleichermaßen verdient hat. Dies zeigt sich auch an der stets hohen Aufmerksamkeit überregionaler Fachmedien, großer Tageszeitungen und den zahlreichen Übertragungen des Bayerischen Rundfunks.

Evelyn Aicher, Kuratoriumsvorsitzende und langjährige Förderin des Festivals: „Ich bedauere es sehr, dass es nicht weiter geht. Die AlpenKlassik hat eine mühevolle und lange Phase des Aufbaus hinter sich. Das Festival hat eine hervorragende Qualität – es ist und bleibt ein stimmiges Produkt mit einem tollen Konzept. Ich hätte mir gewünscht, dass viel mehr Menschen aus der Umgebung, vor allem aus dem Salzburger Raum das Festival für sich entdecken und sich begeistern lassen. Vielleicht ist die Grenze in den Köpfen für viele Musikliebhaber doch noch eine unüberwindbare Hürde. Ich kann die Entscheidung der Macher des Festivals letztendlich verstehen.“

Das diesjährige letzte KammermusikFestival AlpenKlassik kann zugleich ein Neubeginn für andere Kulturengagierte sein: „Mit der Einstellung des Festivals wollen wir Platz für neue Veranstaltungs-Projekte schaffen und bestehende Kulturschaffende unterstützen,“ begründet Kurdirektorin Gabriella Squarra die Entscheidung der Kur-GmbH. Besonderer Dank gelte allen, die sich für dieses Festival so lange Jahre eingesetzt haben, allen voran dem erst kürzlich verstorbenen ersten Vereins-Vorsitzenden Peter Gmeiner: „Ohne seinen Enthusiasmus und sein ideenreiches Engagement wäre dieses Festival in den Kinderschuhen stecken geblieben“, resümiert Squarra.

Nun sei es wichtig, nach vorne zu schauen und das diesjährige Festival mit Tatkraft, Enthusiasmus und Leidenschaft für Gäste, Leistungserbringer und Medien zu unterstützen.

Der Vorstand des Vereins AlpenKlassik wird sich gemeinsam mit seinem Ausschuss Gedanken machen, wie und auf welche Weise sein ehrenamtliches Engagement weiter zum Wohle des kulturellen Lebens in der Stadt eingesetzt werden kann.

Kurdirektorin Squarra appelliert zugleich an die Kulturförderer und Sponsoren, die freiwerdenden finanziellen Ressourcen weiter im Staatsbad für neue touristische oder auch kulturelle Ideen zu investieren und Veranstalter und Aktive zu unterstützen.

Kultur als schöner Rahmen

Das Kulturangebot ist längst nicht das Hauptargument, warum sich Gäste für einen Aufenthalt in Bad Reichenhall entscheiden, es ist vielmehr der Rahmen, der das schöne Kurstadt-Bild schmückt. Jüngste Studien haben gezeigt, dass Gäste sich für Bad Reichenhall vor allem aufgrund der Kombination aus Aktivurlaub und Gesundheitsangeboten entscheiden. Als Kernziele für einen Urlaub stand laut Institut CenTouris (Centrum für marktorientierte Tourismusforschung der Universität Passau) bei den Bad Reichenhaller Gästen so wie im Deutschland-Trend vor allem „Wandern & Erholen“ ganz oben. Erfreulich ist auch, dass 12 Prozent der Reichenhaller Gäste ihren Familienurlaub in Bad Reichenhall verbringen.

Die landschaftliche Schönheit des Berchtesgadener Landes, das Wanderwegenetz, die RupertusTherme, die Gesundheitsangebote und die alpinen Naturheilmittel werden besonders häufig als Grund für einen Aufenthalt in Bad Reichenhall genannt.

Verschiedenste Ziel- und Altersgruppen finden hier ihr perfektes Urlaubs- und Kurdomizil. Die Kur-GmbH wird gemeinsam mit ihren Partnern, dem Kur- und Verkehrsverein und der Berchtesgadener Land Tourismus das Profil des Ortes weiter schärfen und intensiv an der Darstellung der Alleinstellungsmerkmale und Stärken Bad Reichenhalls und Bayerisch Gmains bei allen Marketingaktivitäten arbeiten. Die Sparte Gesundheitsurlaub beschert Bad Reichenhall eine Sonderstellung im Berchtesgadener Land. Sie wird auch weiterhin die zentrale Rolle im Tourismus-Marketing spielen.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhall 

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Bad Reichenhall

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser