Jugendcard "hebt ab"

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Georg Grabner, Stefanie Mayer, Cora-Michelle Köhler, Manuel Weibhauser, Christina Hribar und Klemens Mayer (vorne v.l.) freuten sich zusammen mit Hans-Peter Bunz vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Pidings Bürgermeister Hannes Holzner und Sparkassen-Direktor Helmut Grundner (hinten v.l.) über den Start der Jugendcard BGL.

Bad Reichenhall - "Sei jung - sei frei - sei dabei" - unter diesem Motto hat am Donnerstag das Projekt "Jugendcard und Jugendplattform BGL" die Startbahn verlassen.

"Das Flugzeug "Jugendcard" hebt jetzt ab", verglich Klemens Mayer bei der Auftaktveranstaltung den Start des Projektes. "Ich sehe hier viele Gesichter, mit denen ich viele Gespräche geführt habe, bevor es so weit kommen konnte", lächelt der Jugendpfleger. Gemeint sind die Kooperationspartner des Jugendamtes. Denn nur mit tatkräftiger Unterstützung der Gemeinden und aus der Wirtschaft konnte das innovative Projekt im Berchtesgadener Land umgesetzt werden.

Kurz gesagt, kann sich jeder junge Mensch zwischen 14 und 29 Jahren die Jugendcard in den Einwohnermeldeämtern der Gemeinden, im Landratsamt oder den Sparkassen-Filialen im Landkreis holen. Dort gibt es die Anträge, die mit einem Passbild und zwölf Euro abzugeben sind. Sobald man die Jugendcard in Händen hält, hat man nicht nur einen Ausweis dabei, es gibt auch Ermäßigungen in den verschiedensten Bereichen.

Eine Freilassinger Fahrschule gewährt beispielsweise 10 Prozent auf den kompletten Führerschein. Ein Grund für Manuel Weibhauser aus Saaldorf-Surheim, sich die Karte zu holen. Der 16-Jährige hat gerade einen Mofaführerschein gemacht und hätte sich über die günstigere Variante sehr gefreut. "Mit der Jugendcard kann man wirklich Geld sparen." Das glaubt auch Stefanie Mayer. Die 19-Jährige will sich aber erstmal informieren, wo sie im Berchtesgadener Land überhaupt Ermäßigungen bekommt.

Das kann sie auf www.jugendcard.de. Außerdem gibt es dort noch wesentlich mehr Informationen für Jugendliche. "Wir sehen die Plattform als Dialog-Möglichkeit mit jungen Menschen in der Region", erklärt Klemens Mayer die Idee. So können sich heimische Firmen den Jugendlichen vorstellen. Die können über eine Community in Kontakt treten und und und...

"Ein Projekt, das deutschlandweit seinesgleichen sucht", freut sich Landrat Georg Grabner. Er konnte am Donnerstag bereits die ersten vier Karten an Jugendliche übergeben. Grabner ist auch stolz darauf, dass "sich so viele für unsere jungen Menschen verantwortlich fühlen". Denn über 80 Unternehmen beteiligen sich an dem deutschlandweit einmaligen Projekt, das noch ausbaufähig ist und mit Hilfe der Jugendlichen wachsen soll.

Ein Prozess, den Christina Hribar aus Bischofswiesen begleiten will. Die 24-jährige Ergotherapeutin arbeitet mit dem Kreisjugendpfleger zusammen und wird ihn als "Nutzer" über Vor- und Nachteile über den Laufenenden halten. Genau der richtige Ansatz, um das Ziel der Initiative zu erreichen: "junge Menschen solle ihre Möglichkeiten, Angebote und Chancen in der Region kennen und nutzen!"

Christine Zigon

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