Jonathan fürs Haus der Jugend

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Das Haus der Jugend in Bad Reichenhall soll nicht nur modernisiert werden. Die Jonathan Jugendhilfe will es attraktiver machen.

Bad Reichenhall - Zuerst hat der Stadtrat Bad Reichenhall die Modernisierung des Haus der Jugend beschlossen, dann haben die zuständigen Sozialpädagogen gekündigt. Jetzt gibt es eine Lösung.

Stadtratsmitglieder und das Jugendforum haben in den letzten Wochen den Betrieb im Haus der Jugend in Bad Reichenhall aufrecht erhalten. Ehrenamtlich übernahmen sie die Aufsicht für die Jugendlichen, um ihnen weiter einen Anlaufpunkt zu bieten. Damit soll Mitte Dezember Schluß sein.

"Über Weihnachten ist das Haus der Jugend traditionell geschlossen", erklärte Oberbürgermeister Herbert Lackner dem Gremium. "Ab 1. Januar könnte die Jonathan Jugendhilfe den Betrieb übernehmen." Und das auf eigenen Wunsch, wie FWG-Stadtrat Gerhard Fuchs betonte: "Jonathan ist auf uns zugekommen."

Kein Grund der Lösung nicht zuzustimmen. Die Jugendhilfe hat ein Konzept vorgelegt, das das Gremium akzeptieren kann - vorerst für ein Jahr. Demnach übernimmt Jonathan den Betrieb im Jugendzentrum. Die Stadt stellt das Haus der Jugend dabei kostenfrei zur Verfügung und trägt alle mit dem Gebäude zusammenhängenden Kosten. Von der Jugendhilfe kommt ein jährlicher Kostenplan, den der Stadtrat absegnen muss. Dazu kommt ein detaillierter Jahresbericht.

Neben den organisatorischen Punkten will die Jugendhilfe Jonathan allerdings auch wieder Leben in das Jugendzentrum an der Münchner Allee bringen. "Es soll ein attraktiver Treffpunkt geschaffen werden", steht in dem Konzept. "Attraktiv für Jugendliche aus allen Schichten", fordert Fuchs. Ein Punkt, den Jonathan auch im Auge hat. "Alle Jugendlichen sollen ein passendes Angebot finden."

Mit diesem Angebot sollen Punkte wie Unterstützung und Beratung für die Jugendlichen eng verbunden sein. Gleichzeitig sollen die Jugendlichen Respekt und Toleranz lernen sowie soziale Kompetenz und Verantwortung entwickeln. Dafür soll es Sport-, Kultur- und Musik-Veranstaltungen geben. Natürlich soll der wöchentliche Treff mit den Öffnungszeiten Mittwoch und Donnerstag von 16 bis 20 Uhr sowie Freitag und Samstag von 16 bis 22 Uhr weiter fortgesetzt werden.

"Ein Konzept, das die Jonathan Jugendhilfe kompetent umsetzen kann", sind sich die Stadträte sicher - auch für länger als ein Jahr. Immer will sie Projektarbeiten auch außerhalb des Jugendzentrums machen - quasi auf die Straße gehen. Blieb nur eine Bitte offen:

Die Qualitätssicherung erfolgt laut Konzept durch die Leitung und dem Team, sowie der Stadt. "Ein Experte von außen sollte da mit einbezogen werden", fordert CSU-Stadtrat Hubert Graßl. Eine Möglichkeit, die die Stadt zu gegebenen Zeitpunkt ins Auge fassen will.

Jetzt hat der Stadtrat erst einmal einstimmig der Übernahme des Betriebes im Haus der Jugend durch die Jonathan Jugendhilfe zugestimmt. Am 1. Januar soll es losgehen.

Christine Zigon

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