Hauptversammlung des DAV in Hildesheim

"Nachhaltige Entwicklung der Bergwelt"

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Die Hauptversammlung des DAV fand in diesem Jahr in Hildesheim statt.
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Berchtesgadener Land/Hildesheim - Neben der Auszeichnung von drei Berghütten bei der jährlichen Hauptversammlung des DAV, wurden auch Vereinsmitglieder und verdiente Sportler geehrt.

Am Samstag fand in Hildesheim die jährliche Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins statt. Neben einer Änderung der Vereinssatzung standen diverse organisatorische Tagesordnungspunkte, wie zum Beispiel die Einrichtung eines Spendenportals aber auch die Ehrung verdienter Sportler und Mitglieder auf dem Programm.

Umweltgütesiegel für vier Hütten

Insgesamt drei Hütten im Berchtesgadener Land, unter anderem die Blaueishütte, wurden mit dem Umweltgütesiegel des DAV ausgezeichnet.

"Mit der Vergabe des Umweltgütesiegels erfüllen wir einen Auftrag aus unserem Grundsatzprogramm zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Bergwelt", erklärte DAV-Vizepräsident Ludwig Wucherpfennig. Er übergab die Umweltgütesiegel-Urkunde an die Blaueishütte und das Kärlingerhaus der DAV-Sektion Berchtesgaden, das Purtschellerhaus der DAV-Sektion Sonneberg und die Hildesheimer Hütte der DAV-Sektion Hildesheim. Damit tragen insgesamt 109 Hütten das Umweltgütesiegel der Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol. Das Umweltgütesiegel wird jährlich bei den Hauptversammlungen der drei Vereine vergeben. Es wird verliehen, wenn umfangreiche Sanierungen und Modernisierungen erfolgreich abgeschlossen worden sind.

Neuregelung der Hüttenpatenschaften

Ausführlich diskutiert wurde die Neuregelung der Hüttenpatenschaften. Anders als bisher können Sektionen ab dem Jahr 2015 nur mehr Patenschaften für Hütten der Kategorie 1 vergeben bzw. übernehmen. Für alle anderen DAV-Hütten in den Alpen und den Mittelgebirgen gilt Bestandsschutz. Zudem werden die Patenschafts-Gelder ebenso wie die Umlage-Beiträge über den Bundesverband eingezogen und an die jeweiligen Sektionen weitergeleitet. Eine Hütte der Kategorie 1 ist eine Schutzhütte, die ihren ursprünglichen Charakter als Stützpunkt für den Bergsteiger und Bergwanderer bewahren muss. Ausstattung und Verköstigung sind einfach. Sie ist Stützpunkt in einem bergsteigerisch bedeutsamen Gebiet und für den Besucher nur in Ausnahmefällen mit mechanischen Hilfen erreichbar; der Aufstieg erfordert in der Regel mindestens eine Gehstunde.

Grünes Kreuz für Allgäuer Bergretter

Markus Zacher wurde für seine langjährige Arbeit mit dem "Grünen Kreuz" ausgezeichnet

Das Grüne Kreuz ist ebenfalls eine Auszeichnung, die jährlich vergeben wird. Geehrt werden Mitglieder der Bergwacht, die sich durch einen besonderen Einsatz in der Bergrettung verdient gemacht haben. Diesmal ging das Grüne Kreuz an Markus Zacher von der Bergwacht Bayern/Bereitschaft Sonthofen. Der 40-Jährige ist voll berufstätig, zweifacher Familienvater, Fachübungsleiter beim DAV und seit vielen Jahren einer der verantwortlichen Bergretter im Oberallgäu. In seiner Laudatio sagte Prof. Dr. Nik Klever, 2. stellvertretender Vorsitzender der Bergwacht Bayern: „Markus Zacher ist uns ein Vorbild und ein Zeichen der Beständigkeit und Menschlichkeit – Markus ist da, man kann sich auf ihn verlassen. Umsicht und Verständnis fürs Risikomanagement, sowie die souveräne Beherrschung der Rettungstechniken zeichnen ihn im Einsatz-Geschehen aus. Außerordentliche Verdienste hat sich Markus Zacher auch im Bereich der Ausbildung erworben."

Ehre für Juliane Wurm und Jan Hojer

Die herausragenden sportlicheren Leistungen zweier Boulderer würdigte DAV-Vizepräsident Guido Köstermeyer: Juliane Wurm, DAV Sektion Wuppertal, hatte im August in München Weltmeistertitel gewonnen – den ersten in der Geschichte des DAV. Und Jan Hojer, DAV Sektion Frankfurt, wurde 2014 Gesamt-Weltcupsieger und Dritter bei der WM.

Neue Satzung und ein Online-Spendenportal

Die Delegierten stimmten am Samstagvormittag nahezu einstimmig der vollständig überarbeiteten Satzung zu. Dort ist auch eine neue Struktur für die Gremien des DAV verankert, die unter anderem die Erweiterung des Präsidiums von fünf auf sieben Mitglieder beinhaltet. Nach einer konstruktiv geführten Debatte entschied sich das Plenum mehrheitlich für die Einführung eines Online-Spendenportals. Die entsprechenden Vorschläge sollen zur Entscheidung in der nächsten Hauptversammlung zur Entscheidung vorgelegt werden. Bislang kommen die Gelder aus den Aktionen des Bundesverbandes ausschließlich den Hütten und Wegen zugute. Für deren Unterhalt und Sanierung wendet der DAV jährlich mehr als zehn Millionen Euro auf.

Quelle: Deutscher Alpenverein

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