Gute Noten als Türöffner

Landkreis - Wie jedes Jahr hat Landrat Georg Grabner am Donnerstag die besten Absolventen des Berchtesgadener Landes geehrt - egal ob Mittel-, Real- oder Berufsschüler, sowie Gymnasiasten.

"Es ist nicht wichtig, welchen Schulabschluss man macht, sondern dass man ihn macht", betonte er. "Die Abschlüsse sind vielleicht nicht gleichartig, aber gleichwertig." Vor allem, wenn man einen Notendurchschnitt von 1,5 oder besser erreiche.

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Das haben 113 Schüler an den verschiedenen Schulen im Landkreis geschafft. Sie alle wurden persönlich von Georg Grabner beglückwünscht und mit einem Bücher- oder Thermengutschein belohnt. "Wir sind stolz auf euch! Gute Note sind zwar nicht alles, aber sie öffnen viele Türen." Die Schüler hätten hervoragende Chancen in einer Region, wo es wirtschaftlich sehr gut laufe, so der Landrat. Dazu müssten sie aber leistungsfähig und leistungsbereit sein.

Felix Gödde hat an sich geglaubt und wurde mit einem 1,2-Abitur belohnt.

Dass sie das sein können, haben die 113 Absolventen mit ihren hervorragenden Ergebnissen bewiesen. Und sie haben sich dabei nicht auf Glücksbringer oder Rituale verlassen. "ich habe generell keinen Talisman, da ich nicht daran glaube. Entweder ich weiß was oder ich weiß nix", gibt Susanne Binner zu. Sie hat ihren Abschluss an der Berufsschule Freilassing mit 1,2 gemacht. Einzig ein Glas Wein oder Prosecco hat sie sich am Vorabend der Prüfung gegönnt.

Felix Gödde, der sein G8-Abitur am CJD Berchtesgaden mit 1,2 bestanden hat, glaubt an sich selbst. "Und das reicht." Lisa Tenhaken hat vor ihrer Abschlussprüfung an der Mädchenrealschule Freilassing Ein-Cent-Stücke in der Einfahrt gefunden, die ihre Schwester dort verstreut hatte. Aber für ihren 1,36 Notendurchschnitt seien die nicht von Bedeutung gewesen.

Ehrung der Besten 2011

Emanuel Bosch hat sein G9-Abitur am Karlsgymnasium in Bad Reichenhall mit 1,4 bestanden. Auch wenn seine Schwester ihm dafür einen kleinen Bären mitgegeben hat, war das für ihn nicht wichtig. "Ich bin nur am Tag vorher noch an das Grab meines Opas gegangen."

Nach tatkräftiger Unterstützung ihrer Glücksbringer durfte sich Sonja Hölzl nicht nur über ein gutes Abitur, sondern auch einen Gutschein freuen.

Einzig Sonja Hölzl, die ebenfalls am Karlsgymnasium ihr G8-Abitur mit 1,2 bestanden hat, setzt gleich auf mehrere Glücksbringer: eine japanische Glückskatze, ihr chinesisches Sternzeichen und verschieden Stofftiere, die ihr was bedeuten. Die werden ihr helfen, wenn ihr auf einer geraden Straße Stolpersteine unterkommen. "Denn stolpern ist nicht schlimm, wenn man wieder aufsteht", gab Grabner den Absolventen mit auf den Weg.

cz

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