Grüne für RegionalStadtbahn und schnelles Internet

Landkreis - Die Grüne-Kreistagsfraktion hat sich für eine rasche Realisierung der geplanten RegionalStadtBahn Salzburg-Bayern-Oberösterreich und einen angemessenen Ausbau des schnellen Internets ausgesprochen.

Wie Fraktionssprecher Dr. Bartl Wimmer auf einer Fraktionssitzung ausführte, wären beide Projekte von hoher Priorität und stellten aus grüner Sicht echte Leuchtturmprojekte für die Entwicklung der Region im allgemeinen und für die heimische Wirtschaft im Speziellen dar.

Der Vorteil des Konzeptes einer RegionalStadtBahn bestehe in der Verknüpfung von Elementen einer Strassenbahn mit Elementen einer Volleisenbahn. Das führe zu geringeren Haltestellenabständen. Eine Feinverteilung durch einen Bus sei nur mehr in Querrichtung nötig. Parallele Busverkehre in Längsrichtung zu den Schienenstrecken könnten entfallen. Von einer Umsetzung der Pläne in der heimischen Region verspricht sich Wimmer eine nachhaltige Belebung der Wirtschaft und des Tourismus. Arbeitsplätze würden geschaffen beziehungsweise gesichert. Gleichzeitig könnten die Kohlendioxid-Emissionen gesenkt werden.

Entscheidend für die Gesamtumsetzung werde sein, in welchem Mass sich die beteiligten Kommunen finanziell in das Projekt einbrächten. So sei daran gedacht, eine Infrastruktur GmbH zu schaffen, deren Gesellschafter die Gebietskörperschaften der Region sein sollen.

Schnelles Internet fürs BGL

Ein weiteres vorrangiges Infrastrukturprojekt für den Landkreis ist nach Meinung Wimmers der Ausbau des schnellen Internets. Der Grünen-Kreistagsfraktionschef stellte dabei klar, dass der einzig sinnvolle Weg zu einem ausreichenden Zugang zum schnellen Internet nur über Glasfaserkabel führe. Alle anderen Lösungen seien nicht geeignet, der heimischen Wirtschaft ausreichend gute Voraussetzungen in diesem Bereich zu gewährleisten.

Der Landkreis hinke im Vergleich zu anderen Regionen meilenweit hinterher. So habe das von Wimmer geführte Unternehmen, ein Labordienstleister mit inzwischen mehr als 5500 Beschäftigten, am Standort Augsburg vor kurzem ein modernes Rechenzentrum errichten lassen. Dort arbeiteten inzwischen mehr als 100 hochqualifizierte Mitarbeiter aus dem Bereich IT. Für dieses Rechenzentrum werde eine Up- und Downloadkapazität aus dem Netz von rund 300 Megabit pro Sekunde benötigt. Solche Netzzugangskapazitäten seien inzwischen nicht nur für Betriebe aus der IT-Branche zwingend notwendig, aber nirgendwo im Landkreis vorhanden.

Wohin die Reise beim schnellen Internet gehe, zeige die Stadt München. Die Stadtwerke München bauten derzeit in der Innenstadt ein Glasfasernetz mit einer möglichen Up- und Downloadgeschwindigkeit von 10.000 Megabit pro Sekunde. Auch wenn der schwarze Peter beim mangelhaften Ausbau bei der Staatsregierung und den Netzbetreiberfirmen liege, müssten die Kommunen handeln. Ansonsten werde der Landkreis in der wirtschaftlichen Entwicklung weiter Schlusslicht in Oberbayern bleiben. Er könne sich beispielsweise gemeinsame Ausschreibungen mehrerer Gemeinden, auch unter Beteiligung des Landkreises, zur Schaffung eines ausreichenden Netzzugangs beim schnellen Internet im Landkreis vorstellen, so Wimmer abschliessend.

Pressemitteilung Grüne BGL

Rubriklistenbild: © pa

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