Gisela Krepp bedankt sich bei ihrem Schutzengel

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Bad Reichenhall – „38-jährige Altenpflegerin verhindert Zimmerbrand - Toaster fängt Feuer: Rotkreuz-Schwester rettet 88-jährige Bewohnerin und startet Löschversuche“, lautete die Zeitungsschlagzeile vor rund drei Wochen.

Für ihr beherztes Eingreifen hat sich die 88-jährige Gisela Krepp nun bei ihrem Schutzengel Ruth Schwarz bedankt. Die 38-jährige Rotkreuz-Altenpflegerin hatte am 30. November einen brennenden Toaster nach vergeblichen Löschversuchen mit feuchten Tüchern auf den Balkon getragen und Gisela Krepp aus der verrauchten Wohnung gerettet.

Nach einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt ist die Rentnerin mittlerweile wieder wohlauf. Ruth Schwarz konnte die Klinik bereits nach einer Nacht wieder verlassen; beide hatten Rauchgasvergiftungen erlitten. Zusammen mit der stellvertretenden Leiterin der Reichenhaller Sozialstation, Waltraud Linhuber besuchte der Schutzengel nun die Gerettete und brachte auch gleich ein Geschenk mit: Einen neuen Toaster für die Küche, die durch Feuer und Rauch nur geringfügig beschädigt wurde. Gisela Krepp revanchierte sich sofort und lud alle Beteiligten zum gemeinsamen Essen ein. „Sie sind ein Engel und haben Schlimmeres verhindert“, lobte die 88-Jährige im gemeinsamen Gespräch über den 30. November und die darauffolgenden Tage im Krankenhaus. Ruth Schwarz sieht ihr Handeln dagegen nüchterner: „Ich habe getan, was jeder gemacht hätte; das ist nichts besonderes. Ich habe keine Engelsflügel!“

Die 38-jährige Altenpflegerin des Roten Kreuzes hatte am 30. November durch ihr rasches Eingreifen einen Zimmerbrand in der BRK-Einrichtung „Betreutes Wohnen“ verhindert. In Gisela Krepps Wohnung war ein Toaster in Brand geraten, woraufhin der akustische Rauchmelder auslöste. Die Rotkreuz-Schwester reagierte sofort, rettete die 88-jährige Frau aus ihrer Wohnung, versuchte, das offene Feuer zu löschen und brachte den brennenden Toaster mit feuchten Tüchern auf den Balkon. Waltraud Linhuber setzte zeitgleich bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die daraufhin gegen 10.20 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall und den Löschzug Karlstein sowie das Rote Kreuz mit der Sanitätseinsatzleitung, drei Rettungswagen und zwei Notärzten zum Einsatzort schickte.

Als die Einsatzkräfte in der Mozartstraße eintrafen, hatte sich die Lage bereits entspannt: Der qualmende Toaster war bereits auf dem Balkon im Freien und die Feuerwehrleute mussten lediglich die Wohnung belüften. Weitere Hausbewohner waren nicht betroffen – es musste niemand evakuiert werden.

Bayerisches Rotes Kreuz

Rubriklistenbild: © BRK BGL

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