Am Übungsplatz Grafenwöhr

Reichenhaller Gebirgsjäger üben mit dem GTK Boxer im scharfen Schuss

Getarnter GTK Boxer im Einsatz.
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Getarnter GTK Boxer im Einsatz.

Bad Reichenhall/Grafenwöhr - In einer zehntägigen Ausbildung lernten über 110 Soldaten und Soldatinnen den Einsatz mit verschiedensten Feuerwaffen und zum krönenden Abschluss den Umgang mit dem GTK Boxer.

Die Mitteilung der Gebirgsjägerbrigade im Wortlaut:


Zehn Tage verbrachte die 3. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 auf dem Übungsplatz Grafenwöhr zur Schieß- und Gefechtsausbildung. Mit über 110 Soldatinnen und Soldaten sowie Fahrzeugen bis hin zum Gepanzerten Transport Kraftfahrzeug (GTK) „Boxer“ macht sich die dritte Kompanie aus Bad Reichenhall auf den Weg nach Grafenwöhr.

Unter strengen Hygienevorschiften konnte diese Ausbildung durchgeführt werden. Dazu gehörte auch, dass die Soldaten nach der zehntägigen Ausbildung ohne Kontakt zu andern Personen außerhalb ihrer Kohorte, direkt in die häusliche Isolation übergehen. Mit weiteren 26 Soldaten wird zugleich im Rahmen der Amtshilfe COVID-19 die Unterstützung der Gesundheitsämter in Eberberg und Mühldorf aufrechterhalten.


In den letzten Monaten und Wochen war die Kompanie viel beschäftigt: Zunächst wurde nach intensiver einsatzvorbereitender Ausbildung ein Zug in den Einsatz nach Mali verabschiedet. Anschließend erfolgte die Ausbildung der Soldaten und Soldatinnen im Gebirgskampf Sommer auf der Reiteralpe. Auf den standortnahen Übungsplätzen bereitet sich die Kompanie dann auf den Höhepunkt des Jahres vor, den Truppenübungsplatzaufenthalt in Grafenwöhr.

Schweres Kaliber bei Tag und Nacht

In der ersten Schießwoche im spätherbstlichen Grafenwöhr geht es dann vor allem darum, die Soldaten der Kompanie und weitere Soldaten des Verbands bzw. der Brigade für den Einsatz als Waffenbediener auf dem GTK Boxer mit der Granatmaschinenwaffe und dem schweren Maschinengewehr zu befähigen.

Daneben üben die Soldatinnen und Soldaten der dritten Kompanie das Schießen mit den Handwaffen der Infanterie: Zielfernrohrwaffen, Granatpistolen und verschiedene Sturmgewehre, sowie Panzerabwehrhandwaffen werden bei Tag und auch bei Nacht im scharfen Schuss eingesetzt. Des Weiteren wird der scharfe Handgranatenwurf geübt sowie der sichere und taktisch zweckmäßige Einsatz von künstlichem Nebel vermittelt.

Höhepunkt in der zweiten Woche ist das Schießen der Infanterie im Zusammenwirken mit dem GTK Boxer. Das Wochenende dient der Vorbereitung. Hierzu wird eine Anlage genutzt, die speziell den Kampf im urbanen Gelände abbildet. Gut vorbereitet, die GTK BOXER getarnt, geht es dann in das Gefechtsschießen.

Das Gebirgsjägerbataillon 231 – Das einzige Bataillon mit dem GTK Boxer in der Gebirgsjägerbrigade 23. Auch das schnelle Aufsitzen während des Feuergefechtes, muss geübt werden.

Zum Einsatz kommen hier die Granatmaschinenwaffe, das Scharfschützengewehr G82, das MG5 sowie das Sturmgewehr G27P und das Gewehr G28. Ebenso üben die Soldatinnen und Soldaten den Einsatz der Spreng-Splitter-Munition an der Granatpistole und der Panzerfaust im Vollkaliber.

Wichtiger Meilenstein erreicht

Zum Abschluss des Truppenübungsplatzes stellt der Kompaniechef Major Christian H. fest: „Trotz vieler Unwägbarkeiten aufgrund der Coronalage hat es sich gelohnt, an diesem Vorhaben festzuhalten. Neben der intensiven Gebirgskampfausbildung im Sommer war das der zweite wichtige Meilenstein in diesem Jahr, um die Leistungsfähigkeit der Soldatinnen und Soldaten der Kompanie gerade im Zusammenwirken mit dem GTK Boxer zu erhalten und weiter zu steigern.“

Dieses Urteil teilte auch der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Maik Keller, der die Kompanie im Rahmen der Dienstaufsicht auf dem Truppenübungsplatz besuchte.

Die dritte Kompanie bereitet sich nach Abschluss des Truppenübungsplatzaufenthaltes bereits im Dezember wieder im Rahmen einer Ausbildung der Ausbilder auf die Winterkampfausbildung vor. Das nächste Winterbiwak im Hochgebirge hat die Kompanie - nach einer kurzen Verschnaufpause über Weihnachten - fest im Blick.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23 „BAYERN“

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