Gebirgs-Logistiker gewinnen Militärpatrouille

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Beim Handgranatenzielwurf sind eine ruhige Hand und volle Konzentration gefragt.

Bad Reichenhall - Ganz im Zeichen der Militärpatrouille stand der dritte Wettkampftag der Internationalen Divisionsskimeisterschaften. 21 Mannschaften gingen am Götschen auf die sechs Kilometer lange Strecke.

Zieleinlauf der Mannschaft des Gebirgsfernmeldebataillons 210 aus Bad Reichenhall.

Die 21 Mannschaften kamen aus der Militär-, Reservisten- und Gästeklasse. Als Königsdisziplin und damit Höhepunkt der vielen Wettkämpfe gilt die Militärpatrouille, weil sie nicht nur höchste Anforderungen an die Fitness der Teilnehmer, sondern auch militärische Fertigkeiten und Teamarbeit erfordert. Die sechs Mann starken Mannschaften stiegen mit militärischer Ausrüstung, Waffe und Gepäck etwa 350 Höhenmeter auf, fuhren ein rasantes Stück ab, mussten schießen, Handgranaten werfen und schließlich das Rettungsgerät UT-2000 zusammen bauen und einen Kameraden damit den letzten Kilometer ins Ziel transportieren. Fehler wurden an den einzelnen Stationen als Strafzeiten aufaddiert. Den einzelnen Wettkämpfern ist nicht vorgeschrieben, wer welche Ausrüstungsteile zu tragen oder welche Aufgaben zu erledigen hat. Diese Einteilung obliegt dem Fingerspitzengefühl der jeweiligen Mannschaftsführer, die genau wissen, dass eine Kette nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied.

Den Wettkampf eröffnete die Mannschaft des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen, die Gewinner des Vorjahres. Mehrere hundert Soldaten säumten die sechs Kilometer lange Strecke und feuerten Ihre Kameraden an: „Auf geht’s, Burschen! Zähn’ zam beißn!“ rief ein Spieß „seinen“ Männern an einem besondern steilen Aufstieg zu. Andere schwenkten Fahnen, klingelten mit Kuhglocken, mahnten beim Rettungsschlittenbau zur Konzentration und schrieen den vorbeifahrenden Mannschaften die Schießergebnisse der gegnerischen Mannschaften zu.

Beim Aufstieg auf den Götschen waren 350 Höhenmeter zu erklimmen.

Wie von „alten Hasen“ zu erfahren war, liegen die favorisierten Mannschaften erfahrungsgemäß zeitlich recht nah beieinander, so dass die Leistungen und Strafzeiten an den einzelnen Stationen das Zünglein an der Waage sind. So sind es beispielsweise die Schießergebnisse, die Zeit beim auf- und abziehen der Felle oder beim Bau des Rettungsschlittens, bei denen ein Vorsprung ausgebaut werden kann.

Mit einer Zeit von 51:30:60 war es die Mannschaft des Gebirgslogistikbataillons 8 aus Füssen, die mit der besten Zeit über die Ziellinie sauste. Die Gewinnermannschaft des Vorjahres vom Gebirgsaufklärungsbataillons, ebenfalls aus Füssen, sicherte sich mit 53:18:40 den zweiten Platz in der Militärklasse, vor dem Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall. In der Reservistenklasse gewann das ehemalige Heimatschutzbataillon 861, bei den Gästen trug die Mannschaft aus Rumänien wie auch im vergangenen Jahr den Sieg davon, vor den Teams aus der Schweiz und Österreich.

Pressemitteilung Oberleutnant Sebastian Zäch für Internationale Divisionsskimeisterschaften 2010

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