Gästezuwachs über Internet

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Günther Hribek diskutierte mit den Bürgermeistern und Touristikern über die Studie.

Freilassing - Im Sommer 2009 sind 550 deutsche Gäste im Berchtesgadener Land zu ihrem Urlaub oder Aufenthalt befragt worden. Das Ergebnis hat die Uni Passau jetzt vorgestellt.

Eines ist klar: der Gast von heute informiert sich im Internet über sein Reiseziel, seine Unterkunft und vieles mehr. Im Vergleich zu einer ähnlichen Befragung 2007 sind die Internetbenutzer deutlich mehr geworden. Rund 56 Prozent nützen das World Wide Web, um ihren Urlaub zu planen. Deshalb sei es auch sehr wichtig, dass die Internetpräsenz der Gastgeber und Ausflugsziele sehr gut ausgebaut sei, erklärte Günther Hribek von der Universität Passau.

Er hat zusammen mit Stefan Mang die
Befragung durchgeführt und ausgewertet. Sein Fazit: "Es ist immer Luft nach oben!" Eine Reaktion auf die durchweg gute Bewertung des Berchtesgadener Landes. "Die Erwartungen des Gastes müssen übertroffen werden." Nur mit gut könne man nicht zufrieden sein.

Stephan Köhl von der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH gab ihm Recht. "Der Erstbesucher ist für uns entscheidend, den müssen wir überzeugen, wiederzukommen." Denn Stammgäste bewerten den Urlaubsort natürlich positiv, sonst würden sie nicht wiederkommen.

Stephan Köhl von der BGLT stimmt die Studie zuversichtlich.

Da der Landkreis viele Stammgäste hat, fällt die Bewertung sehr positiv aus. Zwei große Probleme gibt es allerdings - das Schlecht-Wetter-Programm und den Öffentlichen Personennahverkehr. Dass die Taktung und das Angebot von Bus und Bahn nicht optimal sind, ist den Bürgermeistern und Touristikern bewußt. Allerdings ist die ideale Lösung auch noch nicht gefunden. Mit dem Schlechtwetter-Programm sieht es da anders aus.

Die Ausflugsziele in der Region werden mit 75 Prozent als sehr gut bewertet. Die Gäste sind mit dem Angebot also vollkommen zufrieden. In diesem Angebot sind aber durchaus Ziele wie das Salzbergwerk Berchtesgaden oder die Therme in der Region beinhaltet, die man auch bei schlechtem Wetter besuchen kann. "Wir müssen bei schlechtem Wetter vermehrt auf unsere Angebot aufmerksam machen", so der Tenor der Verantwortlichen. Eine Art "All-Wetter-Programm", das die Vermieter ihren Gäste bei schlechtem Wetter unterbreiten können, müsse erstellt werden.

Immerhin wollen die Verantwortlichen sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Im Vergleich zu 2007 ist die Urlaubszufriedenheit von der Note 1,6 auf 1,3 gesunken. Dieses positive Ergebnisse soll zumindest bis zur nächsten Befragung gehalten, wenn nicht sogar verbessert werden. Die ersten Ideen schwirren deshalb schon in den Köpfen.

red-bgl24/cz

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