FWG sucht Superbürgermeister

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Friedrich Hötzendorfer und Gerhard Fuchs sind sicher, den geeigneten FWG-OB-Kandidaten per Zeitungsanzeige zu finden.

Bad Reichenhall - Ungewöhnlich aber nicht neu: "Wir suchen für die Wahl im März 2012 einen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters (w/m) in Bad Reichenhall" - lautet der Text einer Zeitungsanzeige der FWG.

"Wir sehen uns verpflichtet, einen Kandidaten/eine Kandidatin zu stellen", erklärte Friedrich Hötzendorfer am Donnerstagmittag öffentlich. "Allein schon aus Respekt vor den Wählern." Gespräche in den eigenen Reihen und mit 'achtbaren und aussichtsreichen' Persönlichkeiten hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht. "Aus persönlichen oder beruflichen Gründen war letztlich jedoch leider keine der angesprochenen Personen in der Lage, die Herausforderung anzunehmen."

Die FWG hat sich deshalb intern darauf geeinigt, per Zeitungsanzeige einen geeigneten Kandidaten zu suchen. "Es ist zwar nicht üblich, aber auch nichts neues", betonte Hötzendorfer. "Der Priener Bürgermeister wurde vor fünf Jahren per Zeitungsanzeige gesucht und auch in Bad Reichenhall selbst war eine solche Suche 1948 erfolgreich."

Auf Erfolg hofft jetzt auch die FWG. Am Samstag wird die Anzeige in den lokalen Zeitungen und in der Süddeutschen Zeitung erscheinen. Der oder die Kandidat/in wird also deutschlandweit gesucht. "Ein Aussenstehender kann eine andere Sichtweise einbringen", sind sich die Verantwortlichen sicher. Hötzendorfer betonte aber auch: "Weder einheimisch noch fremd sein in Bad Reichenhall ist bereits ein Verdienst." Die FWG hat deshalb ein detailliertes Anforderungsprofil für ihren Kandidaten erstellt.

"Sie sind eine führungsstarke Persönlichkeit mit abgeschlossenem Studium, ein strategischer Denker, authentisch, glaubwürdig, verantwortungsbewußt, ein intelligenter Kommunizierer, verhandlungsstark, sozial denkend und handelnd, aber auch wirtschaftlich und wirtschaftsfreundlich? Sie suchen die Herausforderung, die neben den genannten Eigenschaften auch Mut erfordert? Dann passen wir zusammen", so der Text der Anzeige.

Bis Ende März läuft die Bewerbungsfrist, dann sollen die Bewerbungen gesichtet und Gespräche geführt werden. Ist ein geeigneter Kandidat dabei, soll im April die Entscheidung fallen und im Mai die Mitgliederversammlung den Kandidaten aufstellen. Einen Plan B gibt es nicht. "Wir gehen von vielen Bewerbungen aus", gibt sich Hötzendorfer zuversichtlich.

Christine Zigon

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