Fuß fassen im "normalen" Leben

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Markus Pfnür konnte bei der Eröffnung der Zuverdienst-Werkstatt nur strahlen.

Bad Reichenhall - Alles neu macht der Mai. Auch der Kirchberger Bahnhof in Bad Reichenhall erstrahlt endlich in neuem Glanz. Dort ist die AWO-Zuverdienst-Werkstatt eingezogen.

Im Juli 2002 ging es los. Markus Pfnür betreute als Leiter des Zuverdienst'-Projekt sechs psychisch kranke Menschen, die aber durchaus in der Lage waren, zu arbeiten und sich etwas Geld dazu zu verdienen.

Mittlerweile heißt das ganze AWO-Zuverdienst-Werkstatt. Insgesamt arbeiten dort 20 psychisch kranke Männer und Frauen in den verschiedensten Bereichen wie Haushalt, Garten und Gewerbe. Sie sind fest angestellt, verdienen nach Möglichkeit fünf bis sechs Euro in der Stunde und sind natürlich auch sozialversichert.

"In dieser Einrichtung können die betreuten Personen Schritt für Schritt im 'normalen' Leben Fuß fassen. Die Voraussetzung dafür ist der geregelte Alltag", betonte Bezirkstagsvizepräsidentin Ursula Bittner. Sie war wie viele andere zur Einweihung der neuen Räumlichkeiten der Zuverdienst-Werkstatt gekommen.

Die AWO-Zuverdienst-Werkstatt

Mit wachsen des Projekts wurde nämlich der Platz einfach zu eng. Da ergab es sich idealerweise für alle Beteiligten, dass der Bahnhof Kirchberg zum Verkauf stand. Gemeinsam richteten die Mitarbeiter der Werkstatt den Bahnhof her. Das renovierte Gebäude konnte jetzt eingeweiht werden.

"Die AWO-Zuverdienst-Werkstatt hat für Bad Reichenhall auch einen städtebaulichen Vorteil. Der Bahnhof Kirchberg hat endlich sein Schattendasein beendet und erstrahlt in neuem Glanz", freute sich Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Herbert Lackner.

Genauso strahlte Markus Pfnür bis über beide Ohren: "Bitte erzählt weiter, was ihr hier gesehen habt und was hier gemacht wird, dass wir viele neue Kunden bekommen."

red-bgl24/cz

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