Fahrradfahrer: Mut zum Licht!

+
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will eine Aufklärungsaktion für Radfahrer starten.

Berlin - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will eine Aufklärungsaktion für Radfahrer im Straßenverkehr starten. Die Zahl der Verkehrstoten soll reduziert werden.

Die kürzlich veröffentlichte Statistik über Verkehrstote in Deutschland wies zurückgehende Zahlen aus. Diese an sich erfreuliche Nachricht nahm Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zum Anlass, Einzelergebnisse in der Statistik genauer auszuwerten und weitere Maßnahmen zum Schutz der Verkehrsteilnehmer anzustoßen. Denn für den heimischen Wahlkreisabgeordneten ist „jeder Verkehrstote einer zu viel“ - und der vierfache Familienvater betrachtet dabei vor allem den Schwerpunkt Radfahr-Unfälle.

„Die Zahl der Verkehrstoten sinkt - das ist ein gutes Signal“, betonte nun Peter Ramsauer, schränkte aber auch ein: „Gleichzeitig gibt es überhaupt keinen Grund zur Zufriedenheit: Jeder Verkehrstote ist ein Toter zu viel. Wir müssen deshalb weiterhin viel für die Sicherheit der Menschen im Verkehr tun.“

Konkret denkt der Bundesverkehrsminister unter anderem an eine Aufklärungsaktion für mehr Sicherheit der Radfahrer: So soll es eine Öffentlichkeitsoffensive an Schulen geben, geprüft wird auch eine Plakataktion in den Städten. Hintergrund dafür sind deutliche Zahlen: Im Jahr 2009 gab 440 getötete Radfahrer, insgesamt jeder fünfte zu Schaden gekommene Verkehrsteilnehmer war ein Pedalritter, jedes dritte der verunglückten Kinder fuhr mit dem Rad.

Auch eine ADAC Studie mit neuen Zahlen zum Verhalten von Radfahrern alarmiert: Die bislang unveröffentlichten Stichproben aus elf Städten weisen aus, dass fast 40 Prozent der Radfahrer abends ohne Licht fahren, jeder fünfte Pedalritter keine Lichtanlage am Fahrrad hat, nur 13 Prozent einen Helm tragen und nur 14 Prozent reflektierende Kleidung oder Reflektoren nutzen.

„Ich werde eine Offensive für mehr Sicherheit im Radverkehr starten. Denn in der Winterzeit sind vor allem die Radfahrer gefährdet. Dunkelheit und schlechtes Wetter schränken die Sicht der Verkehrsteilnehmer ein“, erläutert Peter Ramsauer und schildert konkrete Situationen: „Autofahrer sehen Fahrradfahrer ohne Licht erst, wenn diese im Lichtkegel des Autos erscheinen. Doch dann ist es meistens schon zu spät. Dass so viele Radfahrer dennoch ohne Licht fahren, ist nicht lässig, sondern fahrlässig.“

Der heimische Abgeordnete fasst deshalb zusammen: „Im Straßenverkehr gilt: Licht an - auch auf dem Rad! Gute Lampen und Reflektoren für’s Fahrrad kosten nicht viel Geld. Sie können aber Leben retten - gerade in der düsteren Winterzeit.“

Pressemitteilung Richter Medienservice

Zurück zur Übersicht: Region Bad Reichenhall

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser