Fahndungscomputer haben ein langes Gedächtnis

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A8/Piding - Da hatte sich ein mit Haftbefehl gesuchter Bosnier gehörig verrechnet. Nach rund 10 Jahren im Ausland war der 33-jährige Ex-Jugoslawe der Meinung, dass über eine alte „Rauschgiftsache“ Gras gewachsen sei.

Wegen der alten „Rauschgiftsache“ hatte sich der Bosnier offensichtlich 1999/2000 in seine Heimat abgesetzt. Als er nun in Begleitung seiner in der Nähe von München lebenden Eltern ins Bundesgebiet einreiste, schnappten auch schon die Handschellen der Schleierfahnder zu.

Wegen illegaler Einreise - seine ehemals unbefristete deutsche Aufenthaltserlaubnis war bereits vor Jahren von Amts wegen widerrufen worden - sowie dem Untersuchungshaftbefehl wegen Drogenhandels wurde der Bosnier am Sonntagvormittag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Laufen vorgeführt und im Anschluss in die nächste JVA eingeliefert.

Bereits am Samstag hatten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein den gebürtigen Münchner als Mitfahrer im Toyota seines Vaters an der Autobahnausfahrt Piding-Nord kontrolliert, im Polizeicomputer überprüft und aufgrund des bestehenden internationalen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft München II festgenommen.

Dem Bosnier wird der Handel mit Heroin im Raum München und Dachau im großen Stil vorgeworfen.

Rubriklistenbild: © pa

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