BRK fährt mit Behinderten an den Chiemsee

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Berchtesgadener Land - Allen Grund zum Feiern hatten im September die ehrenamtlichen Helfer der BRK-Bereitschaften im Landkreis:

Seit genau 30 Jahren organisieren sie Tagesausflüge für Behinderte. An zwei Samstagen in Folge durften heuer jeweils rund 35 Gäste auf Einladung des Rotkreuz-Kreisverbandes mit den Spezialfahrzeugen des Betreuten Fahrdienstes an den Chiemsee fahren und einen heiteren Tag unter Freunden verbringen.

Ehrenamtliche Helfer der BRK-Bereitschaften holten die Behinderten, darunter zahlreiche Rollstuhlfahrer von zu Hause ab, übernahmen die Betreuung und fuhren im Konvoi an den frühherbstlich anmutenden Chiemsee. „Am Ziel angekommen freuten sich die Gäste über das Wiedersehen mit alten Bekannten. Auch für uns Rotkreuz-Helfer ist dieser Tag immer etwas ganz Besonderes“, schwärmt Organisatorin Barbara Steiner, die zum runden Jubiläum für ihre ehrenamtliche Arbeit mit einem kleinen Geschenk ausgezeichnet wurde.

Behinderten-Ausflug des BRK an den Chiemsee

„Dem Wettergott zum Trotz war es traumhaft schön und warm, und die Teilnehmer konnten den Tag vollends genießen“, berichtet Angela Gabriel von der BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall, die die Ausflügler im Restaurant Schalchenhof begrüßte und alle im Namen des BRK-Kreisverbands zum gemeinsamen Mittagessen einlud. Am Schalchenhof werden Galloway-Rinder für die eigene Küche gehalten, wobei die Gäste unter anderem feinen Rinderbraten genießen konnten.

Steiner: „Beim anschließenden Spaziergang an den Chiemsee waren wir von der schönen Landschaft überwältigt.“ Danach trafen sich alle wieder und ließen sich bei guter Unterhaltung Kaffee und Kuchen schmecken. Die Musikanten Franziska Maier, Edi Schmid und Ernst Empl spielten dabei bekannte Ohrwürmer auf und animierten die Teilnehmer zu Tanzen und Mitsingen. „Ein Highligt, da alle die Texte kannten“, berichtet Gabriel. Gegen 16 Uhr gings mit dem Spezialfahrzeugen des Betreuten Fahrdienstes zurück nach Hause.

Die Behindertenausflüge der BRK-Bereitschaften finden seit über 30 Jahren statt. Barbara Steiner kümmert sich seit 1981 um die Planung und wählt gemeinsam mit weiteren Helfern passende Ziele aus, was gar nicht so einfach ist: Das Gebäude braucht eine Rollstuhltoilette, muss behindertengerecht ausgebaut sein, sollte über einen großen Saal verfügen und darf nicht zu weit entfernt sein, um die Fahrgäste nicht unnötig zu strapazieren. Steiner: „In den 70er Jahren sind wir noch mit einem großen Reisebus unterwegs gewesen, was beim Ein- und Ausladen der Rollstuhlfahrer eine große Plagerei war.“ Als in den 80er Jahren der Betreute Fahrdienst des Roten Kreuzes aufgebaut wurde, standen für den Ausflug nach und nach immer mehr passende Spezialfahrzeuge zur Verfügung.

Pressemitteilung BRK BGL

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