EuRegio ist für Olympia-Bewerbung

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Berchtesgadener Land - Die EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein hat sich für Olympische Winterspiele 2022 in der Region ausgesprochen.

Das Präsidium der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein hat einstimmig die Bewerbung der Landeshauptstadt München als Bewerberstadt gemeinsam mit der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen sowie den beiden Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 befürwortet. EuRegio-Präsident und Bürgermeister von Neumarkt, Dr. Emmerich Riesner: „Wir unterstützen daher seitens der EuRegio die entsprechenden Planungen für die Bewerbung und wünschen uns eine möglichst große Zustimmung bei den anstehenden Entscheidungen.“

Das Konzept sieht für die Region die Standorte Schönau am Königssee (Bob, Rodel, Skeleton), Ruhpolding (Biathlon, Langlauf) und Inzell (olympisches und paralympisches Dorf sowie SubMediaCenter) vor, Medal-Plazas sollen Bad Reichenhall und Traunstein (für die Paralympics) sein, informierte EuRegio-Vizepräsident und Traunsteiner Landrat Hermann Steinmaßl. Viele Wettkampfstätten in der Region erfüllten bereits die Anforderungen für internationale Wettkämpfe, so dass die Notwendigkeit für aufwändige Neubauten minimal sei. Im Vergleich zu den Erfahrungen anderer Olympiastädte blieben damit sowohl die Umweltbelastungen als auch die Kosten plan- und überschaubar. Diesbezüglich könne die Region zum Vorreiter für nachhaltige Olympische Spiele werden, so Steinmaßl weiter.

Über die bestehenden Sportstätten hinaus würden Qualitätsmaßnahmen, Hotels, Unterkünfte und Gastronomie folgen, was eine nachhaltige Verbesserung unserer touristischen Infrastruktur bedeuten werde. Diese Investitionen seien geeignet, die heimische Wirtschaft, insbesondere unsere Handwerksbetriebe, arbeitsplatzwirksam mit Aufträgen zu versorgen. Durch die Spiele könnten auch viele bereits gewünschte Maßnahmen im Bereich von Schiene und Straße zwischen München und Salzburg schneller realisiert werden. Die Paralympischen Spiele würden zur positiven Ausgestaltung eines barrierefreien öffentlichen Raumes beitragen. Der regionale Fremdenverkehr könne durch Olympische Spiele und die damit verbundenen Investitionen deutlich und nachhaltig vorangebracht werden, denn die Region rücke mit den Spielen wieder in den Fokus der internationalen Öffentlichkeit. Der Imagegewinn sei enorm. Investoren für Hotelprojekte - auch der oft gewünschten gehobenen Kategorie - würden auf unsere Region aufmerksam werden.

Diese positiven Effekte werden nicht nur in den unmittelbar betroffenen Gemeinden zu spüren sein, sondern im gesamten Ausdehnungsgebiet der EuRegio, denn die Olympischen und Paralympischen Spiele besitzen als Großereignis von internationaler Bedeutung eine gigantische Strahlkraft, die sicherlich die Landesgrenzen überschreiten und auch im Salzburger Raum die der EuRegio wichtigen Themen Tourismus, Verkehr, Wirtschaft, Jugend und Sport positiv beeinflussen wird, war sich das EuRegio-Präsidium einig.

Rubriklistenbild: © pa

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