Erweiterung Biosphärenreservat nach 20 Jahren

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Freuten sich über die Erweiterung des Biosphärenreservates Berchtesgaden: Georg Grabner, Martin Waldhausen und Melanie Huml.

Bad Reichenhall - Aus Ablehnung wurde flächendeckende Zustimmung. Was vor 20 Jahren noch undenkbar schien, ist am Dienstag mit einer Anerkennungsurkunde bestätigt worden.

Stolz nahm Landrat Georg Grabner die Urkunde zur Gebietserweiterung des Biosphärenreservates Berchtesgaden in das Biosphärenreservat Berchtesgadener Land entgegen. "Dass wir heute nach 20 Jahren Biosphärenreservat die Erweiterung des Gebietes auf den ganzen Landkreis feiern können, erfüllt mich mit großer Freude." Nicht zuletzt deshalb, da es durch konstruktive Gespräche mit Vertretern der fünf Gemeinden im Berchtesgadener Talkessel und Vertretern der Waldbauern, Almbauern und des Bauernverbandes erst möglich war, das bisherige Biosphärenreservat mit Leben zu erfüllen.

"2007 wurden über das Biosphärenreservat fünf Themenwege angelegt, die unseren Gästen die Naturschönheiten, aber auch erd- und kulturgeschichtliche Zusammenhänge unserer Heimat näher bringen", zählte Grabner einen Teil der bisher umgesetzten Projekte auf. "Im Herbst haben wir die Naturerlebnisstationen, die von der Stadt Bad Reichenhall in der Marzoller Au mit Unterstützung durch das Biosphärenreservat und LEADER realisiert wurden, eröffnet. Die Gemeinde Saaldorf-Surheim und die Stadt Laufen haben mit maßgeblicher Förderung aus Biosphären- und LEADERmitteln sowie konzeptioneller Unterstützung durch die Verwaltungsstelle einen Infostadel und eine architektonisch gelungene Assichtsplattform zur Besucherinformation im Haarmoos gebaut."

Genau wie die Projekte brauchte auch die Organisationsstruktur des Biosphärenreservates eine gewissen Anlaufzeit. Zu Beginn wurden die anfallenden Aufgaben kommissarisch vom Landratsamt wahrgenommen. Dann wurde die Verwaltung an ein privates Planungsbüro mit Sitz im Biosphärenreservat Berchtesgaden ausgelagert. 2006 schließlich wurde die Verwaltungsstelle als Außenstelle der Regierung von Oberbayern im Landratsamt in Bad Reichenhall eingerichtet. Bis 2009 war dort Rolf Gerlach alleine für die Geschicke des Biosphärenreservates zuständig. Dann bekam er halbtags Unterstützung von Angelika Weinkamp.

Der Naturerlebnisweg Marzoller Au

Naturerlebnisweg Marzoller Au

"1,5 Fachkräfte sind nicht viel, Frau Staatssekretärin, in einem deutlich erweiterten Biosphärenreservat Berchtesgadener Land sogar sehr wenig", warb der Landrat an die Vertreterin von Umweltminister Markus Söder, Melanie Huml, um mehr Stellen. "Ich kann Ihnen diesbezüglich leider keine Zusage machen", bedauerte Huml. Versprach aber, die Situation im Auge zu behalten.

Im Auge haben werden die Vertreter der UNESCO das Biosphärenreservat Berchtesgadener Land im Sommer diesen Jahres. Dann wird dort nämlich eine Evaluierung durchgeführt, ob das Berchtesgadener Land mit Recht ein Biosphärenreservat ist. "Daran habe ich keine Zweifel", beteurte Martin Waldhauser, der Vorsitzende des MAB-Nationalkomitees. Dann überreichte er die Anerkennungsurkunde an Staatssekretärin Huml, die sie umgehend Landrat Georg Grabner weiterreichte.

Christine Zigon

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