Einwendungen gegen Kirchholztunnel

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Diese Mädchen sehen keinen Sinn in dem Projekt Kirchholztunnel.

Bad Reichenhall - Eine rein formelle Angelegenheit hat am Dienstagabend dafür gesorgt, dass der Sitzungssaal des alten Bad Reichenhaller Rathauses mit Zuschauern gefüllt war.

Die Stadträte sollten über die Stellungnahme zur geplanten Ortsumgehung abstimmen. Als Träger öffentlicher Belange eine rein Formsache. Die Zuhörer, die bei offenen Türen bis auf den Gang standen, erwarteten sich aber mehr. Das wurde bereits durch einen vorgeschobenen Antrag der Grünen deutlich.

Michael Nürbauer als Fraktionssprecher beantragte, dass der Stadtrat die Pläne für den Kirchholztunnel ablehnen und weitere Forderungen stellen sollte, wie eine Alternativplanung zu prüfen. Die Zuschauer applaudierten, da der Antrag aber zu spät eingereicht wurde, lehnten die Stadträte ab, über ihn abzustimmen.

Anwohner und Bund Naturschutz wollen den Kirchholztunnel verhindern.

Also wurde über die Vorlage der Verwaltung mit fünf Einwendungen abgestimmt. Wichtigster Punkt dabei, der Bestand und die Qualität der Solequellen dürfen durch den Bau nicht gestört werden. Hans Hartmann von der CSU forderte, den Nebensatz 'sonst ist von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen' einzufügen. Dem stimmte das Gremium zu. Sie akzeptierten auch mit sieben Gegenstimmen die anderen Einwendungen.

Diese beinhalten, einen geringeren Flächenverbrauch am Knoten Mitte, effektiven Lärm- und Schadstoffschutz, sowie Beibehaltung und Ausweitung der bisherigen Verkehrsbeschränkungen auf der bestehenden Umgehungsstraße. Diese soll außerdem überörtliche Bedeutung haben. Die Stadträte der SPD, der Grünen und der FDP lehnten die Einwendungen ab, weil sie beinhalten würden, dass die Stadt für den Kirchholztunnel ist. Sie stimmten auch gegen den Antrag aus den Reihen der CSU, in die Einwendungen aufzunehmen, dass die Einbindung der Kreisstraße BGL 4 optimiert werden sollte.

Mit 16 zu 7 Stimmen wurden die Einwendungen verabschiedet. Sie werden jetzt an die Regierung von Oberbayern weitergeleitet. Gleichzeitig will Oberbürgermeister Herbert Lackner, auf Anfrage von FWG-Stadtrat Fritz Grübl, das Staatliche Bauamt Traunstein bitten, in einer öffentlichen Veranstaltung die Bürger über die Pläne zu informieren und ihre Fragen zu beantworten.

Christine Zigon

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