Einkaufsmarkt: Bürger sollen entscheiden

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Anna Maria Heel, Gudrun Brosche und Ulrike Betzler wollen den geplanten Edeka-Markt an der Sonnenallee verhindern. Der Bürgerentscheid ist am 8. Mai.

Bayerisch Gmain - Seit gestern Abend ist es fix: in Bayerisch Gmain wird die Entscheidung über einen Einkaufsmarkt nicht im Gemeinderat gefällt. Am 8. Mai hat der Bürger das Wort.

Edeka will an der Schillerallee einen Nahversorger für die Bayerisch Gmainer errichten. Eine Bürgerinitiative will das verhindern. Die nötigen Unterschriften für ein Bürgerbegehren wurden eingereicht und der Gemeinderat hat es am Montagabend für zulässig erklärt. Jetzt findet am 8. Mai ein Bürgerentscheid statt.

Die Pläne für die Sonnenallee

Bürgermeister Hans Hawlitschek sieht den Standort Sonnenallee als "einzig richtige Alternative".

332 Unterschriften haben die Gegner des geplanten Einkaufsmarktes eingereicht. 301 davon waren gültig. Da 236 Stimmen für ein Bürgerbegehren nötig gewesen wären, hat der Gemeinderat den Bürgerentscheid genehmigt. Zur Freude der Bürgerinitiative, die sich, durch neue Investorplänen für die ehemalige Kuranstalt Becker, in ihrem Engagement bestätigt sieht.

"Es liegt uns eine Skizze vor", erklärte Bürgermeister Hans Hawlitschek BGLand24. "Allerdings ist ein Einkaufsmarkt in der ehemaligen Kuranstalt Becker bereits zweimal geprüft und als nicht geeignet angesehen worden." Es gehe um die verkehrliche Erschliessung, eine mögliche Wohnbebauung und ähnliche Faktoren, so der Bürgermeister. Der Investor, der die ehemalige Kuranstalt gekauft habe, sehe den Einkaufsmarkt außerdem nur als eine Option an.

"Für mich ist die Schillerallee die einzig richtige Alternative", betonte Hawlitschek gegenüber BGLand24 noch einmal. Die Bürgerinitiative will die Wiese an der Schillerallee erhalten. Ob Edeka dort bauen kann, soll jetzt der Bürger entscheiden.

"Wir werden jetzt die Bevölkerung zur Wahl auffordern", beschrieb Hawlitschek das weitere Vorgehen in Bayerisch Gmain. "Wir brauchen ein repräsentatives Ergebnis. Dafür ist eine Wahlbeteiligung unter 50 Prozent nicht wünschenswert."

Christine Zigon

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