Eine außergewöhnliche Baustelle...

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Daniel Müller (l.) und Peter Renoth freuen sich, dass die Röthelbachstraße noch in diesem Jahr wiederhergestellt seinen soll.

Bad Reichenhall - Die Röthelbachstraße von Bad Reichenhall ins Lattengebirge wurde im vergangenen Jahr Opfer von Murenabgängen. Jetzt wird sie wieder aufgebaut.

Noch Ende des vergangenen Jahres rechnete der Leiter des Forstbetriebes Berchtesgaden, Daniel Müller, mit zwei Millionen Euro für die Baumaßnahme. "Da die alte Straße nicht von den Bayerischen Staatsforsten gebaut worden ist, handelt es sich hierbei um einen Neubau, der uns eine zehnjährige Abschreibung von 200.000 Euro bringt", bilanzierte er damals im BGLand24-Interview. Nach Beginn der Bauarbeiten beläuft sich die Schätzung allerdings auf 1,1 Millionen Euro, was nicht zuletzt auf Eigenleistungen der Staatsforsten zurückzuführen ist.

Am 7. Juni konnten die Bauarbeiten nach zehnmonatiger Planungszeit begonnen werden. Der erste Bauabschnitt soll bereits Anfang September fertiggestellt sein. Seit Anfang August arbeitet der Frostbetrieb selbstständig am zweiten Bauabschnitt. "Wenn alles gut läuft, können im Oktober die ersten Holzfuhrwerke fahren", hofft Müllers Stellvertreter, Peter Renoth.

Bauarbeiten an der Röthelbachstraße

Das sei auch dringend nötig, bestätigte der Forstamtsleiter. "Wir haben im Lattengebirge 2000 Festmeter Holz gelagert, die dringend ins Tal transportiert werden müssen." Das ist derzeit aber nicht möglich, da die Zufahrt übers Wachterl nur mit maximal sechs Tonnen genehmigt ist. Ein Ausbau dieser Straße wäre den Forstbetrieb auf acht Millionen Euro gekommen. "Das steht in keinem Verhältnis", gibt Müller zu.

Also wird derzeit mit Nachdruck daran gearbeitet, dass spätestens in drei Monaten die Radfahrer wieder ihre beliebte Trainingsstrecke nutzen können und Almbauern sowie Forst wieder eine gute Zufahrtsstraße haben. Immerhin handelt es sich bei der Röthelbachstraße um eine der schwierigsten Forststraßen in ganz Bayern.

cz

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