Drei Verletzte bei missglücktem Überholmanöver

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Bad Reichenhall - Drei Menschen sind am Mittwochabend bei einem missglückten Überholmanöver auf der Staatsstraße 2101 am Thumsee nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes leicht verletzt worden.

Ein 28-jähriger Reichenhaller konnte mit seinem Auto nicht mehr rechtzeitig auf seine Spur zurück einscheren, stieß mit einem entgegenkommenden Geländewagen zusammen und wurde gegen einen nachfolgenden Wagen geschleudert.

Nach Polizeiangaben war der 28-Jährige mit seinem Opel auf der Staatsstraße 2101 in Richtung Bad Reichenhall unterwegs. Da er es sehr eilig hatte überschritt er die am Thumsee zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde erheblich. Der Mann überholte dann unmittelbar vor einer unübersichtlichen Kurve drei korrekt fahrende Autos in einem Zug, wobei er keinen ausreichenden Blick auf den Gegenverkehr werfen konnte.

Eine 35-jährige Frau aus Weißbach, die dem Reichenhaller entgegenkam, konnte gerade noch ausweichen. Ein 57-jähriger Österreicher, der mit seinem hochwertigen Geländewagen folgte, konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern: Der Reichenhaller kollidierte mit dem BMW und beschädigte diesen erheblich. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Opel des Reichenhallers in eine Drehbewegung versetzt und frontal gegen einen nachfolgenden Ford geschleudert, in dem ein 50-jähriger Mann aus Holzkirchen und sein zehnjähriger Sohn saßen.

Unfall bei Überholmanöver

Die Leitstelle Traunstein schickte daraufhin zunächst zwei Rettungswagen des Roten Kreuzes zum Unfallort. Der mutmaßliche 28-jährige Unfallverursacher, der 50-jährige Holzkirchener und sein zehnjähriger Sohn kamen nach erster Einschätzung alle mit leichteren Verletzungen davon. Sie wurden nach medizinischer Erstversorgung zur weiteren Untersuchung in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht. Der BMW-Fahrer blieb dank zahlreicher Airbags in seinem Wagen unverletzt.

Da Treibstoff aus einem beschädigten Tank auslief und überall Fahrzeugteile und Glassplitter herumlagen, forderten die Einsatzkräfte die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall mit ihrem Löschzug Karlstein nach, die mit 17 Mann und drei Fahrzeugen ausrückte. Die Feuerwehrleute reinigten die Fahrbahn, sicherten den Einsatzort ab und bauten Scheinwerfer für die polizeiliche Unfallaufnahme auf. Nach Angaben der Reichenhaller Polizeibeamten entstand an allen drei Fahrzeugen Totalschaden in Höhe von über 40.000 Euro. Die Staatstraße musste während der Rettungs- und Aufräumarbeiten rund eine Stunde lang komplett gesperrt werden.

Markus Leitner/BRK BGL

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