„Displaced Persons“ blicken zurück

Bad Reichenhall - Seit Donnerstagnachmittag ziert die Artilleriekaserne in Bad Reichenhall eine besondere Gedenktafel. **Video**

Die Gedenktafel am Eingang zur Kaserne wurde für sogenannte „Displaced Persons“ errichtet.

Holocaust-Überlebende - hauptsächlich Juden - haben nach dem Zweiten Weltkrieg sechs Jahre lang eine Art Zuhause in der Kaserne in Bad Reichenhall gefunden. Sobald es ihnen möglich war übersiedelten die meisten dann von dort aus in den neu gegründeten Staat Israel.

Zur Erinnerung an "Displaced Persons": die Gedenktafel an der Artilleriekaserne in Bad Reichenhall.

Trotzdem es für alle Lager-Bewohner nur eine Übergangslösung war, hatte sich innerhalb der Kasernenmauern eine eigene kleine Stadt gebildet, wo man alles bekam, was für ein soziales Leben nötig war. Bis zu 6000 Personen wurden in der Bad Reichenhaller Kaserne gleichzeitig versorgt. Sie bekamen Nahrung, Schlafgelegenheiten und medizinische Hilfe.

Viele ehemalige Bewohner des Lagers waren zur Enthüllung der Gedenktafel gekommen. Leider sprechen sie kein Deutsch, weswegen sie auch über all die Jahre keinen Kontakt zu Bad Reichenhall halten konnten. Über die Geste - die Enthüllung der Gedenktafel - haben sich aber alle Anwesenden sehr gefreut.

Die Umsetzung der Tafel hatten die Städte Bad Reichenhall und Haifa gemeinsam in die Hand genommen. Haifa finanzierte die Tafel.

Rubriklistenbild: © cz

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