"Ortsteile stärken, Ehrenamt fördern"

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Karlstein - Die CSU-Ortsteilversammlung in Karlstein war eine gute besuchte,  offene Diskussionsrunde mit klaren Worten und Ansagen.

Die Ortsteilversammlung der Reichenhaller CSU und ihres Kandidaten Dr. Herbert Lackner im Moserwirt war sehr gut besucht. Vor allem viele parteiungebundene interessierte Karlsteiner nahmen die Gelegenheit wahr, sich zu informieren und sich aus erster Hand eine eigene Meinung zu bilden. Und sie wurden nicht enttäuscht: Der amtierende Oberbürgermeister fand klare Worte und stellte sich einer offenen Diskussion über die anstehenden Zukunftsaufgaben.

Zunächst begrüßte die CSU-Ortsvorsitzende Stephanie Kunz die anwesenden Bürger und hob hervor, dass die erste Amtszeit von Dr. Herbert Lackner sichtbare Erfolge mit sich gebracht hat. Dies unterstrich auch der Oberbürgermeister selbst, der als Beispiele die Sanierung der Reichenhaller Mittelschule, das neue Sport- und Familienbad sowie die Renovierungen des Getreidekastens und der Sporthalle an der Münchner Allee nannte.

„Ein ganz besonderes Anliegen ist mir aber auch die Förderung der Ortsteile. Das hat für mich Priorität. Deswegen habe ich erstmals eigene Bürgerversammlungen in Karlstein und Marzoll eingeführt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Und deswegen lasse ich es auch nicht zu, dass Karlstein seinen eigenen Löschzug verliert – wir brauchen kraftvolle Vereine mit tatkräftiger Jugendarbeit am Ort“ machte Dr. Herbert Lackner klar und stellte sich damit eindeutig hinter die Karlsteiner Feuerwehr. Er wolle auch weiterhin verlässlicher und starker Partner des Ehrenamts sein und die ortsansässigen Vereine stärken.

Als Zukunftsprojekte nannte Dr. Lackner die dringend notwendige Sanierung des Nonner Stadions ebenso wie die Wiederbelebung des Predigtstuhls: Der Predigtstuhl ist das Wahrzeichen unserer Stadt, das wollen wir erhalten und revitalisieren. Wir brauchen dafür aber einen privaten Investor und den wird die Stadt Bad Reichenhall nach Kräften unterstützen. Wir können da aber nichts über’s Knie brechen und haben auch keinen unmittelbaren Einfluss darauf. Herr des Verfahrens ist nach wie vor der Insolvenzverwalter.“ Dennoch habe Lackner positive Signale erhalten, dass es in den nächsten Wochen und Monaten zu einer guten Lösung kommen könnte. Gerade für die lärmgeplagten Karlsteiner ist auch das Verkehrsthema von größtem Interesse. Lackner sprach sich in diesem Zusammenhang für eine effektive Verkehrsentlastung aus. Es gelte, alle möglichen Alternativen in Erwägung zu ziehen und schnellstmöglich eine Besserung herbeizuführen.

Damit war auch schon die Zeit für die Diskussion gekommen, die in frühschoppengerechtem Format offen und lebendig geführt wurde. Eines der zahlreichen Themen war die künftige wirtschaftliche Ausrichtung der Stadt Bad Reichenhall. Dr. Herbert Lackner verdeutlichte, dass die vergangenen sechs Jahre von zahlreichen wichtigen Investitionen geprägt war, die viele Kräfte in der Verwaltung gebunden haben. Die künftige Amtsperiode werde aber notwendigerweise eine andere Schwerpunktsetzung erfordern: “Bad Reichenhall als Ganzes steht gut da, wir sind eine attraktive Stadt wie kaum eine zweite im gesamten Alpenraum. Jetzt gilt es, die Ernte unserer Investitionen einzufahren, wir sollten uns auf allen Ebenen nun besser und offensiver vermarkten.“ Die Kur-GmbH und die BGLT sind dabei im touristischen Bereich aufgefordert, Bad Reichenhall eine stärkere überregionale Präsenz zu verschaffen und die einzigartigen Alleinstellungsmerkmale der Stadt hervorzuheben.

Der Oberbürgermeister als oberster Wirtschaftsförderer will den Betrieben weiterhin ein guter Partner sein. Ziel müsse es sein, nicht nur bestehende Firmen zu stärken und zu fördern, sondern auch neue kurortverträgliche Betriebe anzusiedeln. Dazu gehört auch die Schaffung eines Thermenhotels als Leitbetrieb, der dem Tourismus einen neuen Schub geben und bei einer positiven Entwicklung mithelfen könne. Daneben dürften natürlich auch die zahlreichen Vermieter von Ferienwohnungen nicht vergessen werden, denn gerade die Privatvermieter tragen einen erheblichen Teil zu den Übernachtungszahlen der Stadt bei.

Zusätzlich möchte der Oberbürgermeister Bad Reichenhall als Einkaufsstadt stärken und die Innenstadt fördern. Hierzu sei auch die Schaffung eines professionellen Stadtmarketings notwendig: „Da haben wir jetzt lange genug darüber geredet – da ist jetzt die Zeit gekommen, nun endlich anpacken“ gab sich Lackner selbstkritisch und verdeutlichte sein Ziel, dass auch die Reichenhaller Geschäftsleute in diese Lösung einbezogen werden müssen. Nur gemeinsam könne eine erfolgreiche Lösung gelingen und auch das vielfältige Engagement der Gewerbetreibenden müsse zusammengeführt und intensiviert werden: „Die größte Herausforderung wird sein, ein klares Aufgabengebiet für das Stadtmarketing zu definieren und dann die gemeinsame Konzeption erfolgreich umzusetzen“.

Zum Abschluss freute sich Lackner über die rege Diskussion und rief für den 11. März zur Teilnahme an der Wahl auf. Eine hohe Wahlbeteiligung wäre ein gutes Zeichen für die Demokratie und ein kraftvolles Signal, dass sich die Bürger auch weiterhin konstruktiv für die Belange ihrer Stadt einsetzen: „Gehen Sie hin, bestimmen Sie mit!“

Pressemitteilung CSU Ortsverband Bad Reichenhall

Rubriklistenbild: © dpa

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