"Die letzte Chance für Bayerisch Gmain!"

Bayerisch Gmain - Ein gemeindliches Grundstück, ein Investor und ein Betreiber - eigentlich sind alle Wünsche in Hinblick auf einen Einkaufsmarkt für Bayerisch Gmain erfüllt... eigentlich!

Ein Edeka-Markt an der Sonnenallee in Bayerisch Gmain: "Die letzte Chance für Bayerisch Gmain", sagt Bürgermeister Hans Hawlitschek. "Kein Einkaufsmarkt an der Sonnenallee", sagt die Bürgerinitiative. Wieder einmal scheiden sich in dieser Diskussion die Geister.

Seit zwölf Jahren versucht die Gemeinde einen Nahversorger in den Ort zu bringen. Mal lehnte der Gemeinderat die Pläne möglicher Investoren ab, mal standen die benötigten Grundstücke nicht zur Verfügung, mal verhinderte ein Bürgerentscheid das Projekt. Damit soll jetzt Schluss sein.

Der leerstehende Alpgarten biete für einen Einkaufsmarkt zu wenig Platz, gibt Bürgermeister Hans Hawlitschek zu bedenken. Die angrenzenden Grundstücke stünden für den Gewerbepreis nicht zum Verkauf.

"Wir haben dem Investor aufgrund der Vorgeschichte zusichern müssen, 50 Prozent der Planungskosten zu übernehmen, wenn das Projekt scheitern sollte", erklärt der Bürgermeister. "Der Edeka an der Sonnenallee ist wirklich unsere letzte Chance!" Denn die bisher diskutierten Standorte seien genauestens überprüft worden. Im gewachsenen Ortskern von Bayerisch Gmain sei ein Einkaufsmarkt nicht möglich, so Hawlitschek weiter. Außerdem seien Betreiber und Investor an dem Grundstück an der Sonnenallee interessiert. Das im Übrigen, aus Sicht des Bürgermeisters, zentraler liege als das Grundstück am Alpgarten.

"Das Verkehrsproblem kann behoben werden"

Das von der Bürgerinitiative kritisierte Verkehrsproblem könne behoben werden, betont das Gemeindeoberhaupt. "Es wird von Reichenhall kommend eine Linksabbiegespur geben. Die Treppe am Fussweg könnte durch eine langezogenere Rampe ersetzt werden." Und innerhalb von Bayerisch Gmain müsse man immer Höhen und Tiefen überwinden.

Die Pläne für die Sonnenallee

Zu der Befürchtung, an der Sonnenallee könnte nach dem Bau des Edeka ein Gewerbegebiet entstehen, sagt Hawlitschek klar: "Nein, das ist baugesetzlich gar nicht möglich. Im Mittelpunkt einer Wohnbebauung ist ein Gewerbegebiet unzulässig."

Wie genau die Pläne für den Edeka-Markt aussehen, kann derzeit in der Gemeinde eingesehen werden. Sobald die Anmerkungen des Grünordnungsplaners mit in den Bebauungsplan eingearbeitet worden sind, wird dieser ausgelegt und die Träger öffentlicher Belange, sowie die Bürger beteiligt. Dann wird sich die Bürgerinitiative zu Wort melden, die derzeit Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammelt. Sobald 250 zusammen sind, wollen sie dieses einreichen. Dann würde die Planung und die Aufstellung des Bebauungsplanes vorerst eingefroren.

Christine Zigon

Rubriklistenbild: © cz

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